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Martin

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Viva México

May 26

Aus is!

Hola a todos!

Jetzt hab ich leider keine Zeit mehr gefunden noch Fotos von unserer Canyoning Tour reinzustellen, aber vielleicht kommts ja irgendwann noch.

Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen, dass mein Semester ja inzwischen schon seit ueber 2 Wochen vorbei ist und ich mich Grad mit meiner Freundin auf Mittelamerika Reise befinde. Grad im Moment hock ich in Guatemala und die naechsten Wochen gehts dann wieder Stueck fuer Stueck zurueck nach Mexiko und am 25. Juni auch schon wieder heim.

Werd meinen Blog wohl nicht mehr allzuoft aktualisieren koennen in naechster Zeit, kommt dann wieder ab September, wenn ich mich fuer mein Praktikum in Buenos Aires befinde.

Hasta luego
Martin
May 10

Guadalajara und Pátzcuaro

Is ja jetzt auch schon wieder länger her, dass ich mich zu Wort gemeldet hab. Dementsprechend gibts jetzt auch einiges zu erzähln. Ich fang mal mit vor 2 Wochen an, da hab ich mich in Norden Mexikos begeben, genauer gesagt nach Guadalajara, die zweitgrößte Stadt des Landes.

Nachdem alle außer mir ziemlich viel zu tun hatten mit Hausübungen und lernen usw. hab ich mich entschlossen alleine loszuziehen, weil ich halt Zeit hatte und ja schließlich auch was vom Land sehn will. Also gings dann am 26.4 in der Nacht ab nach Guadalajara, gschmeidige 9 Stunden Busfahrt. Zum Glück hatt ich keinen Sitznachbarn, so war die Fahrt etwas bequemer. In der Früh angekommen in Guadalajara hab ich mir mal a Hostel gsucht und mich dann auch gleich auf Sightseeingtour gmacht. Muss sagen is wirklich a schöne Stadt und hat viel mehr Flair als zum Beispiel Mexiko City. Hat mir wirklich extrem gut gfalln. Ich war den ganzen Tag unterwegs und hab so gut wie des ganze Centro Histórico abgeklappert. Des einzige was mir a bissal Probleme bereitet hat, war, mir des Busticket für meine Weiterfahrt am nächsten Tag nach Pátzcuaro (liegt auf ungefähr halber Strecke zwischen Guadalajara und Mexiko City) zu besorgen. Des is nämlich so, dass ma sich die Tickets grundsätzlich am Busterminal kauft, nur is des neue von Guadalajara 9 km außerhalb der Stadt. Also gibts ja auch sowas wie Reisebüros, bei denen man des ganze in der Stadt erledigen kann. Soweit so gut, aber keins von diesen tollen Reisebüros konnte mir Tickets nach Pátzcuaro verkaufen; hatten sie alle nicht. Hätt überall hin können, nur nicht da wohin ich wollte. Naja, sie ham mir dann wenigstens empfohlen zum alten Terminal zu schaun, die verkaufen einem alle Tickets. Ok, hab ich mir gedacht hockst dich in nächsten Bus zum alten Terminal rein und findst dann da dein Ticket (Des alte Terminal liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen dem Zentrum und dem neuen Terminal). Dort angekommen hab ich wieder alle gefragt ob sie Tickets nach Pátzcuaro ham. Denkste, wieder nix. Also bleib mir nix anderes übrig als wieder zum neuen Terminal rauszufahren, wofür der Bus ca. eine halbe Stunde braucht. Wär ja nicht so tragisch wenn ma wüsste welcher Bus einen da rausbringt. Is ja auch kein Problem, fragt ma halt jemanden, die wern sich ja auskennen in ihrer Stadt. Also mit der Einschätzung bin ich mal gründlich falsch gelegen. Ich hab 10 Leute gefragt und hab ohne Scheiß 10 verschiedene Antworten bekommen. Die ham mir zum Teil Straßen gsagt, wo überhaupt kein Bus vorbeigekommen is. Im Endeffekt wars mir dann zu blöd, also bin ich wieder zurück ins Zentrum und von da aus dann zum Terminal, denn vom Zentrum wusst ich wie ich da rauskomm. War so auch ganz nett, hab ich Guadalajara auch außerhalb vom Zentrum kennenglernt und hatt schlußendlich auch mein Ticket nach Pátzcuaro für 8:30 Uhr am folgenden Tag.

Am Abend bin ich nachm Essen noch gmütlich durch die Straßen von Guadalajara glatscht, da da kein Mensch mehr unterwegs is und des alles ziemlich cool beleuchtet is. Als ich mich dann wieder aufn Heimweg gmacht hab, kam einer zu mir her, ca. mein Alter, und hat mich gfragt was ich hier so mach usw. Ham uns eigentlich ganz nett unterhalten, er wollt mich dann noch auf a Bier einladen, ich wollte allerdings ins Hostel, da ich ja am nächsten Tag ziemlich früh raus musste. Er hat mich dann noch gfragt wie ich heiß und dann noch: Martin, puedo decirte algo. Eres muy muy guapo. En serio Martin, eres el hombre más guapo que he visto en mi vida. (Für alle dies nicht verstehn: Martin, kann ich dir was sagen. Du bist sehr sehr hübsch. Wirklich, du bist der schönste Mann den ich in meinem Leben gesehn hab).
Ja wie reagiert ma denn da drauf? Hab eigentlich gar nix gsagt (war von der Situation etwas überrascht) und mich dann letztenendes von ihm verabschiedet.

Am nächsten Tag gings dann also in des kleine Städtchen Pátzcuaro, bin da so gegen Mittags angekommen. Is voll gmütlich, lauter kleine Häuschen und Gassen und viel Kultur. Des Städtchen liegt auch an am See mit 4 Inseln, wo ich mich dann am nächsten Tag hinbegeben hab. War echt relaxed, auch wenn die eine Insel von mexikanischen Touristen überlaufen is. Die zwei Tage dort hab ich eigentlich nur bissal Sightseeing gmacht und die Landschaft und des kleine Städtchen genossen und bemerkt, dass die Leute, die nicht in den großen Städten leben, wirklich ganz anders sind. Die leben noch viel mehr in ihrer eigenen Welt. Hier leben auch noch viele "Indígenas" oder direkte Nachkommen derer. Somit hat die Gegend wirklich noch was ursprüngliches. Hat mir ziemlich getaugt.

Am Montag gings dann schließlich wieder zurück nach Puebla, wo ich nach ca. 12 Stunden Busfahrt angekommen bin, da extrem viel Verkehr war.

Die Woche danach hab ich noch eine Klausur gschrieben, war OK, und sonst weiter nix besonderes gmacht. Letztes WE war ma auf einer zweitägigen Canyoningtour mit Campen hier in der Nähe, aber dazu des nächste mal mehr, is eh schon wieder viel zu viel hier. Nur so viel vorweg, war der absolute Hammer.

Bis demnächst dann, saludos de Puebla
April 27

D.F. die zweite

Eigentlich war nicht viel los in der letzten Zeit. Uni bleibt weiter stressfrei und geht ja jetzt auch schon dem Ende zu und somit freu ich mich immer mehr auf meine Mittelamerika Reise, die am 18. Mai mit einem Flug nach El Salvador startet.

Zuvor hab ich hier allerdings noch einiges vor. Letztes Wochenende waren wir zum Beispiel mal wieder in Mexiko City. Ich hab ja da schon meine erste Woche hier in Mexiko verbracht und dementsprechend auch schon viel gsehn, aber in einer 25 Millionen Einwohner Stadt gibts immer wieder was neues zu entdecken.

Also gings am Samstag in aller Herrgottsfrüh Richtung Mexiko, is ja auch nur ca. 2 Stunden von Puebla weg. Angekommen in Mexiko gleich mal mit der Metro ins Zentrum und dann ab in Turibus, jaja, wie richtige Touristen eben. Aber es is einfach die beste und billigste Möglichkeit kreuz und quer durch die Stadt zu kommen, nachdem man den ganzen Tag auf- und abspringen kann wies einem beliebt. Es war schwer, uns zu einigen, wo wir überall stoppen, da jeder von uns schon mal in Mexiko war und jeder schon andere Sachen gsehn hat. Letztenendes hab ich mich von meinen 3 Begleiterinnen dann dazu breitschlagen lassen nochmal mit ins anthropologische Museum zu gehn, obwohl ich da ja fast schon mal an ganzen Tag verbracht hab. Naja, war eigentlich halb so schlimm, da des Museum wirklich sehenswert is und auch so groß, dass man auf einmal eh nicht alles sehen kann. Danach gings dann weiter in die edleren Zonen von Mexiko: Polanco, Zona Rosa, Roma und Condesa. In letzterem Viertel ham wir uns dann ein Hostel gesucht und auch gefunden, welches ziemlich lässig war. Also wie bereits gesagt sind des so ziemlich die reichsten Viertel von Mexiko, hier is es ruhig, ziemlich grün und bespickt mit allen Markenläden der Welt. Is echt gmütlich einfach rumzulatschen und sich alles anzuschaun. Des ham wir dann auch den Rest vom Tag gemacht.

Am Abend ham wir uns dann noch mit am Freund von der Aloise in ner Bar in Condesa getroffen. Weggehn is zwar ziemlich cool dort, allerdings bewegt sich da auch alles aufm Preisniveau von Europa oder sogar zum Teil noch a bissal drüber. Naja, daheim hinderts uns ja auch nicht dran wegzugehn. Aber ich muss sagen, man gewöhnt sich derart an diese extrem billigen Preise, dass, wenn man dann mal wieder was auf unserem Preisniveau sieht, einem alles viel zu teuer is. Tja, der Mensch is ein Gewohnheitstier.

Am Sonntag sind wir dann in der früh nach Coyoacan gefahren, des is ein Stadtteil der etwas außerhalb vom Zentrum liegt. Is auch wunderschön, eigentlich a eigenes kleines Dorf mit Stadtplatz usw. Die Hauptattraktion dort is aber des Museum von Frida Kahlo und Diego Rivera, die wohl zwei bekanntesten mexikansichen Künstler. Des Museum is untergebracht in ihrem ehemaligen Haus und is auf jeden Fall einen Besuch wert. Am späteren Nachmittag gings dann wieder zurück ins gute alte Puebla.

Ansonsten war die Woche nicht viel los hier, Puebla is halt fast schon wie Alltag für mich, heißt jetzt aber nicht, dass ich mich hier langweile. Na denn, wünsch allen die des hier lesen viel Spaß, was auch immer ihr grad machts. Bis bald mal wieder.
April 10

Puerto Escondido

Ich war mal wieder unterwegs. Nachdem ja in Mexiko die Semana Santa frei ist, ist man quasi dazu gezwungen wegzufahren. Diesmal gings mit 4 Jungs ab nach Puerto Escondido, des liegt im Südosten von Mexiko und wie der Name schon verrät liegts am Meer.

Am Samstag Abend sind wir mim Bus erstmal wieder nach Oaxaca gefahrn und da noch drei Tage geblieben, da zwei unserer Truppe nämlich noch nicht dort waren und wir uns somit nochmal den Sehenswürdigkeiten Oaxacas gewidmet ham. Für mich wars nicht viel neues, aber langweilig wurds mir auch nicht.

Am Dienstag in der Nacht um 12 gings dann ab nach Puerto Escondido. Eine Höllentour. Wir ham uns mit paar anderen einen Minibus (Camionetta) gemietet, in dem 15 Leut Platz hatten. Platz is jetzt allerdings übertrieben, ich konnt meine Beine glaub ich keine 10 cm bewegen. Noch dazu sind wir ganz hinten gesessen und hatten trotz Klimaanlage eine miserable Luft da hinten. Und als ob des noch nicht genug gewesen wär is die Strecke eine einzige Katastrophe, es geht nämlich non stop durch Berge und somit schaut die Straße so aus, dass wirklich keine 50 Meter ohne Kurve sind, es is echt der Wahnsinn. Ständig Kurven, bergauf, bergab und ein Chauffeur, der wie a Wahnsinniger gfahren is. Schlafen war also nicht so angesagt. Es ging ja noch, wenn des jetzt nur 2 oder 3 Stunden dauern würd, aber des ganze geht 7 Stunden, und des auch nur weil er aufs Gas gedrückt hat, was wiederum die ganzen Kurven nicht gerade erträglicher macht.

Wir kamen also dann um 7 Uhr endlich in Puerto Escondido an, ziemlich mitgenommen von der Fahrt. Gottseidank hat er uns aber dann direkt zu unserem Hotel gefahren, wo wir reserviert hatten. Is eine superschöne Anlage mit Bungalows, ca. 3 Gehminuten vom Meer entfernt. Da sind wir dann gleich auch mal hingelatscht. Wer surft von euch, dem dürfte Puerto Escondido eh ein Begriff sein, für alle anderen bleibt zu sagen, dass des einer der Top Spots weltweit für Surfer is. Des merkt ma auch gleich wenn ma am Strand is: meterhohe Wellen, die perfekt ausrollen. Ein dementsprechendes Ambiente herrscht auch rund um den Strand: Es is alles ziemlich lässig und ziemlich viel Party, also ideal für uns. Zum Baden war der Teil vom Strand nicht wirklich geeignet, da einen die Wellen echt komplett umhaun und eine extreme Strömung herrscht, aber dafür kann man sich ja als Nicht-Surfer Bodyboards ausleihn, was a ziemliche Gaudi war.

Die Abende waren von Party geprägt. Angefangen im Bungalow gings dann meistens weiter an Strand, wo ma einfach mit Kerzen oder Lagerfeuer und a paar Bier oder sonstigem dahockt und des Leben genießt. Zu späterer Stunde, so gegen 2 oder 3 gehts dann mit den "Clubs" weiter. Da gibts echt a paar ziemlich coole. Alles open air, da es tagsüber ca. 40 Grad hat und in der Nacht eigentlich auch nur minimal abkühlt. Da die Regenwahrscheinlichkeit zurzeit auch bei nahezu 0 liegt gibts hier wunderschön angelegte open air "Stranclubs", in denen man wirklich perfekt feiern kann. Und da ja in ganz Mexiko Ferien waren, sind auch an Haufen Leut dagwesen. Was will ma mehr im Urlaub?

Ich hab die 4 Tage die wir dort waren auf jeden Fall in vollen Zügen genossen. Zurück gings dann am Samstag Nachmittag wieder in einem Camionetta. Da es aber diesmal hell war, hab ich von der Sierra, so heißt die bergige Landschaft zwischen Oaxaca und Puerto, auch was gesehn. Wirtklich soo schön, mit vielen kleinen Bergdörfern und unberührter Natur weit und breit. Einziger Nachteil, da oben is es wirklich kalt, dürfte so um die 10 Grad ghabt ham. Nachdem ich mir jetzt auch sagen hab lassen, dass ma sich in der Sierra Hütten mieten kann und des da perfekt zum wandern is, hab ich mit den anderen schon beschlossen, da nochmal zurückzukommen. Hoff, dass des in den verbleibenden Wochen noch hinhaut, denk aber schon.

Ja, seit Sonntag früh bin ich jetzt wieder in Puebla und jetzt gehts auch schon wieder weiter mit Uni, bleibt aber nach wie vor unstressig. Nachdem bei mir ja jetzt schon der Endspurt angesagt ist (nur noch 1 Monat Uni) läuft mir auch langsam die Zeit davon für die ganzen Sachen, die ich noch machen will. Aber ich denk ich bekomms schon noch irgendwie hin.

Hasta luego
Martin
March 22

Geburtstag, León, Guanajuato y Querétaro

So meine Lieben, ich glaub es ist mal wieder Zeit euch auf den neuesten Stand zu bringen.

Wie ja vielleicht der eine oder andere von euch weiß hatte meine Wenigkeit am 15. Geburtstag. Sowas wird natürlich auch in Mexiko gefeiert. Nachdem des ja auch ein Donnerstag war und ich ja bekanntermaßen an diesen Tagen ab 12 Uhr Mittags mein Wochenende einläute, ham wir auch gleich mal auf unserer "Dachterrasse" hier in unserem Haus zum Grillen angefangen, natürlich mit a paar Bier dazu, wie sichs ghört. Der Grill schaut jetzt nicht unbedingt so aus, wie ma des von daheim gewohnt ist und nachdem sich der Rost auch nicht in der Höhe verstellen ließ wars folglich auch a bissal schwierig. Aber ma lebt ja nur einmal, also tuts des Fleisch auch a bissal schwärzer.
So ham wir also den ganzen Nachmittag grillend und trinkend aufm Dach verbracht, bis wir dann am Abend nach unten gerufen wurden und ich von der "French Connection" mit 2 Kuchen überrascht wurde. Des einzige Problem an dem ganzen Abend war, dass wir am selbigen noch weggefahren sind, um 23:30 Uhr 7 Stunden mim Bus nach León. Gut, is ja normalerweise kein Problem, aber nach a paar Bier und einigen Tequila schläft sichs dann halt doch nicht sooo gut im Bus. Dementsprechend kam ich dann auch um halb 7 in León an: etwas übermüdet. Aber, hilft ja nix, da muss ma durch.

Weiter gings dann auch nicht allzu spannend, nach einem kurzen Bummel durch die Stadt ham sich die 4 Französinnen, mit denen ich unterwegs war (jaja, jedes WE eine mehr ) dann zum Schuhe kaufen aufgemacht. Also wir sind eigentlich nur nach León gefahren, weils da direkte Busverbindungen von Puebla aus gibt, denn eigentlich wollten wir nach Guanajuato, aber dazu später mehr. Aber nachdem wir ja schon mal in León, der "Lederhauptstadt" Mexikos waren, mussten des die Mädels natürlich zum Shoe Shopping nutzen. Ich hab dann mal nix gesagt und bin brav mitgelatscht und hab mir zur Entschädigung nen Gürtel geleistet.

Mittags gings dann also zu unserem eigentlichen Ziel weiter, Guanajuato, eine kleine Stadt im Herzen Mexikos. Reich an Silberminen und deshalb angelegt von den Spaniern. Is eine wirklich gmütliche Stadt mit fast ekinem Verkeht im Zentrum, da nahezu die ganze Stadt untertunnelt ist. Dazu wurden auch die ehemaligen Schächte die zum Silberabbau genutzt wurden ausgebaut. Is echt lustig, alle paar hundert Meter sind Ein - und Ausfahrten von Tunnels. Is ein komplettes unterirdisches Straßennetz mit Kreuzungen und Parkplätzen usw.

Die Stadt an sich ist also sehr Verkehrsarm und lädt daher wirklich zum rumlatschen ein. Viele kleine Gassen und Häuser in allen möglichen Farben, Cafés, Restaurants und natürlich auch reich an Kultur, da die Spanier es auch hier nicht  lassen konnten Theater, Kirchen und Plätze en masse anzulegen. Is aber auf jeden Fall ein sehenswertes kleines Städtchen. Was noch ganz interessant is, dass die Erde hier so beschaffen ist, dass die Körper aufm Friedhof nach 5-6 Jahren mumifiziert sind, also nicht verwesen. Und nachdem es dem Städtchen in den Bergen an Platz mangelt, werden hier viele Körper exhumiert und in einem Museum ausgestellt. Is eigentlich schon ein bissal pervers, es werden allerdings nur Körper ausgestellt, von denen keine Angehörigen bekannt sind. Also wie gesagt, in Deutschland könnt ich mir sowas irgendwie nicht vorstellen. War aber trotzdem irgendwie faszinierend anzuschaun.

Nach einer Nacht in guanajuato gings dann am Samstag weiter nach Querétaro, wieder ein Stückchen zurück Richtung Mexiko City. Querétaro is ebenfalls eine wunderschöne Stadt, die auch einfach nur zum rumschlendern einlädt. Und an Wochenenden is immer einiges los in mexikanischen Städten. Überall Musik, an Haufen Leute, Straßenkünstler, usw. Da is richtig Leben ind en Städten und des ganze mit einem südländischen Flair. Am Abend is fast nochmal schöner, wenn alles beleuchtet is. Auch Querétaro hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten, aber am besten schauts euch die Fotos an, des is eh besser als alles zu erklären.

Mit unserem Hotel die erste Nacht in Querétaro hatten wir a bissal a Problem, nachdem wir dort ankamen und nur einen Zettel vorfanden, dass wir eine Nummer anrufen sollten, wenn wir ein Zimmer brauchen. Geht nur schlecht, wenn ma kein Handy dabei hat. Glücklicherweise gibts ja freundliche Nachbarn, die einen Schlüssel fürs Hotel haben, uns aufgesperrt ham und ca. 2 Stunden verzweifelt versucht ham die Besitzer zu erreichen. Na gut, war nix, aber wir hatten wenigstens ein Zimmer, nur keine Schlüssel, den hatten nämlich die Nachbarn, besser gesagt ein 14 jähriges Mädel. Die hatte also quasi die ganze Verantwortung fürs Hotel und wollte uns logischerweise den Schlüssel nicht einfach so überlassen. Nach längerem herumdiskutieren ham wir ihnd ann doch letztenendes bekommen, wir wären ja sonst in der Nacht nicht mehr ins Hotel reingekommen. Uns wurde auch versichert, dass der Besitzer in der Nacht noch auftauchen würde, dem war aber dann doch nicht so. Gabs nur noch ein Problem. Die Tür vom Hotel ließ sich nur von innen aufsperren und um zum Schloß von innen zu kommen musste man die Fenster an der Tür nach innen aufdrücken. Soweit so gut, aber als wir in der Nacht wieder vorm Hotel standen, waren die Fenster verschlossen. Genial! Also kurzentschlossen  übers Gitter am Fenster aufs Dach gekraxelt, über die Dachterrasse nach unten un von innen die Fenster aufgemacht. Alles sehr strange in diesem Hotel, der Service ließ doch a bissal zu wünschen übrig. Am nächsten Morgen war dann doch tatsächlich der Besitzer da und hat überhaupt nicht eingesehn, dass wir da am vorigen Tag a paar Schwierigkeiten hatten. Er hatte keinerlei Schuld aus seiner Sichtweise. Nach längerer Diskussion konnten wir ihn dann davon überzeugen, dass wir nicht den vollen Preis zahlen für die Nacht. Uns wars aber trotzdem zu blöd in dem Hotel zu bleiben und so sind wir dann für die letzte Nacht nochmal umgezogen, in ein Hotel wo wenigstens jemand an der Rezeption war. Jaja, bienvenidos en México!

Am Montag gings dann am Nachmittag wieder zurück ins good old Puebla, da meiner einer am Dienstag Klausur hatte.
Jetzt is schon wieder Mittwoch, hatte heute auch keine Uni, da unser Prof von dem einzigen Fach, des ich heute gehabt hätte, die Woche nicht da is. Also nur noch morgen 2 Fächer á 1 Stunde und dann is auch schon wieder Wochenende (studieren in Mexiko is wirklich anstrengend ). Am Freitag gibts dann eine große Party bei uns hier im Haus, schau ma mal obs dann wieder was zu erzählen gibt.

Hasta luego!


 
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