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30 janvier

Unialltag

Hallo alle zusammen,

hab mich ja schon seit längerem nicht mehr gemeldet, aber es gibt im Moment auch nicht so viel spannendes zu erzählen. Ich fang einfach mal mit irgendwas an.

Also Uni hier is echt nicht allzu stressig, könnt vielleicht auch daran liegen, dass ich nur 4 Kurse hab und somit nicht allzuviel zu tun hab. Aber egal, böse Zungen behaupten ja, Austauschstudenten seien nicht zum studieren und lernen hier.
Stimmt aber auch nicht ganz, immerhin schreibt man hier nämlich in jedem Fach 4 Klausuren und da ich ja schon seit 3 Wochen Uni hab, stehen am Dienstag auch gleich schon 2 klausuren an. Nach meiner Einschätzung is des allerdings nicht der ganz große Aufwand. Schau ma mal, dann seh mas schon. Ansonsten gibts wirklich nicht viel neues. Am Wochenende war ma wieder in Puebla unterwegs und am Sonntag gabs mal einen ordentlichen Brunch für alle 14 Personen unserer 2 Wohnheim-Häuser hier. Wie Gemeinschaftsküchen nach so was ausschaun, kann sich ja eh die Mehrheit von euch vorstellen. Fürs Abwaschen fühlt sich nämlich grundsätzlich keiner verantwortlich.

Was hier sonst noch so los is is des, dass (perfektes Deutsch, oder?) wir fast jeden Tag zum Tacos essen gehn, da die einfach genial schmecken, an jeder (wirklich jeder) Straßenecke zu finden sind und einfach nur noch billig sind (ein klassischer Taco kostet zwischen 4 und 6 Pesos). Zum trinken gönnt man sich dann auch schon mal des öfteren frisch gepressten Orangensaft - ein Liter für 10 Pesos (für alle dies nicht wissen, ein Euro is ca. 14 Pesos wert). Also ihr sehts schon, mir fehlts hier an nichts.

Dieses Wochenende wer ma wahrscheinlich mal eine kliene Reise starten, nachdem mein Wochenende (und des von manch anderen auch) ja schon am Donnerstag Nachmittag beginnt und wir nächsten Montag frei haben. Wir wissen zwar noch nicht wos uns hin verschlägt, aber ich bin mir sicher wir wern was schönes finden, zu sehen gitbs hier jede Menge.

Wir planen allerdings auch noch eine größere Reise in der Semana Santa (Ostern), da wir da eine ganze Woche frei ham. Im Moment erkundigen wir uns grad nach Flügen nach Kuba, da des von hier ziemlich billig is. Wär lässig, wenns klappen würd. Werd euch dann rechtzeitig bescheid sagen, obs mich Ostern wirklich in die Karibik verschlägt (na, irgendwer neidisch?).

Was Fußball angeht passts auch. Es gibt hier demnächst ein Turnier der verschiedenen Studiengänge, wo ich schon angeworben wurde von einem Studiengang. Schau ma mal was wird. Jetzt fällt mir nichts mehr neues ein, aber ich denk, dass es nach diesem Wochenende wieder einiges zu erzählen gibt.

Hasta luego!

21 janvier

Wochenende in Puebla

Jaja, schon ist die erste Uniwoche um und des Wochenende is da. Für mich beginnt des ja bekanntermaßen am Donnerstag Abend. Also was macht man dann am Donnerstag Abend?
Genau, man geht aus, was man in Puebla wirklich bestens kann. Hier reiht sich eine Bar neben der anderen, und einige gute "antros" (=Nachtclubs) gibts auch hier. Des ganze kostet normalerweise so um die 50 Pesos Eintritt (ca. 3,50€).
Nachdem ich mich ja noch nicht wirklich auskenn hier, hab ich den anderen vertraut und wir sind ins "Sukho" gegangen, laut allen hier im Wohnheim wohnenden einer der besten Nachtclubs in Puebla.
Und des is wirklich nicht schlecht da. Allerdings muss ma sich, wenn ma Pech hat, am Eingang rumstreiten, dass man eine Karte bekommt, die einem 150 Pesos Rabatt bringt. Ansonsten würde der Eintritt nämlich 200 Pesos kosten, was dann doch eher viel is. Und irgendwie verteilen die die Karten nach belieben an manche und an manche nicht. Naja, letztenendes hat dann jeder von uns eine gehabt.
Stellt sich die Frage, was der Mexikaner an sich so macht in einem Nachtclub. Grundsätzlich unterscheidet er sich da nicht wesentlich vom Priener, er bestellt nämlich normalerweise 1 Flasche Bacardi oder Wodka o.ä. Des kostet dann jeden so ca. 8-9 Euro (des Sukho is allerdings einer der teuersten Nachtclubs) , dafür is ma damit auch gut bedient. Wie dann so ein Abend verläuft, kann sich ja eh jeder vorstelln. Irgendwann schwingt ma sich dann mal auf die Tanzfläche und irgendwann geht ma dann mal heimwärts, bleibt allerdings noch bei einem Burgerstand hängen, bei dem man sich dann um 3 Uhr in der Nacht noch einen Hamburger für 1,30 € gönnt (schmecken aber wirklich ausgezeichnet). So viel zum Donnerstag.

Am Freitag hab ich nix besonderes gemacht, musste mal meine ganzen Migrationsformulare ausfüllen, 1000 Sachen unterschreiben, Fotos machen lassen usw., damit die in Mexiko dann auch mal zufrieden sind. So ein Tag vergeht dann recht schnell und am Abend fragt man sich dann wieder, was man so macht. Da kam dann der Vorschlag von a paar Mädels hier im Wohnheim, die am Do nicht weg warn, dass wir doch eigentlich den Abschied vom Matthias (ein Deutscher, der des letzte Semester hier war und heute wieder heimgeflogen ist) ordentlich feiern müssten. Also wurden alle mobilisiert und wir sind erneut ins Sukho gestartet, der Abend is dann ungefähr genauso verlaufen wie der letzte. Also ihr sehts schon, langweilig wird mir hier sicherlich nicht.

Heute musste ich dann um 8 aufstehn, da wir heute den offiziellen Willkommenstag hatten. Wir sind dann mim Bus in einen Park gefahren, was eine Mischung aus Zoo und Freizeitanlage is. Ham dann dort paar Spielchen gespielt und gegessen, eigentlich nix besonderes, war aber ganz lustig. Des Essen war wirklich gut, hatten ungefähr 10 typisch mexikanische Gerichte (u.a. Mole Poblano =Hünchen mit Schokosoße, eine ganz bekannte Spezialität aus Puebla, an die man sich aber glaub ich erst noch gewöhnen muss) zur Auswahl, die man selbstverständlich mit Tortillas ißt. Der Mexikaner an sich ißt ja wirklich alles mit Tortillas. Schmeckt aber auch wirklich super.

So, jetzt bin ich seit 2 Stunden wieder daheim und wir sind grad am überlegen, was wir heut Abend machen. mal schaun, ich meld mich demnächst wieder.

Martin
17 janvier

Die Uni fängt an

Des war ja mal a interessanter erster Unitag heute. Also des System bei denen funzt a bissal anders als hier bei uns. Hier is nix mit einer Klausur am Ende vom Semester, hier gibts jeden Monat eine, dazu noch jede Woche Aufgaben (zumindest in manchen Fächern) und am Ende noch eine finale Klausur. Und des Bild vom faulen, tequilatrinkenden, ponchotragenden Mexikaner könnts gleich mal vergessen. Hier wird bei jeder Vorlesung eine "Zuspätkommzeit" von maximal 5 Minuten geduldet, danach lassen die Lektoren keinen mehr rein und die Stunde gilt als nicht anwesend, wenns zwei Einheiten sind dann hat man eben 2 gefehlt. Des selbe gilt, wenn man früher gehen muss, gerechtfertigt oder nicht. Wenns nur eine Minute is --> gefehlt. Insgesamt kann man aber ca. 16 Einheiten fehlen, is dann nicht ganz so schlimm. Also da is der Kufsteiner Lektor an sich schon etwas liberaler. Ich glaub ja die Mexikaner wollen von ihrem Image wegkommen.

Also mehr als 4 Fächer brauch ich hier nicht belegen, da bin ich nämlich so schon  auf Spanisch genug beschäftigt. Naja, überarbeiten werd ich mich schon auch nicht. Aber es is wahrscheinlich mehr zu tun als in Kufstein, wohl aber auch deswegen, weils auf Spanisch is. Ein Fach hab ich schon gewechselt, von "Teoría de Relaciones Internacionales" auf "Estúdios de Africa y Medio Oriente".
Grund: Des wär so viel zum lesen gewesen, größtenteils alte Texte von Philosophen usw. Des is mir dann auf Spanisch doch a bissl zu anstrengend. Muss ja nicht sein. Der andere Kurs is jetzt auf Englisch. Schadet ja auch nicht und is a bissl einfacher für mich. Der Lektor is ein Deutscher, der auch schon in Kufstein unterrichtet hat, so klein is die Welt.
Interessant is es auf jeden Fall. Der Campus is echt schön und Leute, die einem bei Verständnisschwierigkeiten während dem Unterricht helfen, findet man auch schnell.

In "Coordinación de Eventos especiales" müssen wir als finale Klausur in Gruppen ein Event organisieren, des wird in unserer Gruppe ein Workshop Namens "Espectáculos de bebidas". Was es alles genau wird, weiß ich auch noch nicht so wirklich.

Also man kommt hier wirklich schnell rein. Jetzt schau ma mal wies mir an der Uni so geht. Aber ich denk des wird schon. Mein Spanisch verbesser ich auf jeden Fall von Tag zu Tag hier, man muss einfach die ganze zeit Spanisch reden, oder Englisch. Deutsch is wie gesagt nicht so angesagt.

Hasta luego
Martin
15 janvier

Es kehrt Leben ein

Hola!
 
Wird mal wieder Zeit, dass ihr was neues erfahrt. Inzwischen is der Spanischkurs ja schon zu Ende und die Uni hat heute schon angefangen (allerdings nicht für mich), und ich muss sagen hier is richtig viel los. Am Wochenende sind auch mal alle restlichen Bewohner des Hauses angekommen. Also hier ist jetzt ein Mix aus Mexikanern und Franzosen (vor allem Franzosen) und einem Deutschen, nämlich mir. Naja, also meine Englisch und Spanischkenntnisse werd ich hier wohl zwangsweise verbessern, da Deutsch reden nicht so angesagt ist. Vielleicht kommt mir dann ja auch wieder der ein oder andere Satz Französisch zurück ins Gedächtnis. mal schaun. Die Franzosen, die hier sind, reden auf jeden Fall alle super Spanisch, sind aber auch alle schon seit einem Semester da und haben auch vorher schon so zwischen 8 und 11 Jahren Spanischunterricht gehabt.

Am Freitag hab ich mich dann gleich mal mit meinem Zimmerkollegen und noch zwei anderen ins Nachtleben von Puebla gestürzt, muss sagen hier is einiges los, und nachdem ich ja auch nicht so viel Unterricht hab, könnt des ganz lustig werden hier. Also der Mexikaner an sich trinkt und singt und tanzt recht gern. Also war wirklich lustig, um 3 warn wir dann daheim und ich musste am nächsten Tag wieder um 8 aufstehen, da wir día de orientación hatten. Der war eigentlich ziemlich langweilig, außer dass ich jetzt 3 Formulare mehr hab, die ich ausfüllen muss. Was die alles wissen wollen... Ich muss doch zum Beispiel tatsächlich angeben, ob meine Nase konkav, konvex oder gerade ist. Wen zum Teufel geht des was an und wofür brauchen die des? Naja, Bürokratie in Mexiko.
Ein Teil der Orientación war auch der Kulturschock. Da hat uns einer 1 Stunde was über Probleme usw erzählt, wenn man in ein anderes Land kommt. Also ich find des alles nicht so dramatisch hier, es is wirklich leicht sich hier einzugewöhnen.
Allerdings haben wir hier auch a paar nationale Austauschstudenten, des heißt die kommen aus Mexiko (find ich irgendwie schon komisch an sich). Und die haben irgendwie mehr Probleme sich an ein Leben weg von daheim zu gewöhnen. Die haben erzählt und erzählt und erzählt wie schwierig es war jetzt für 6 Monate das Zuhause zu verlassen. Also der Mexikaner an sich hat eine sehr enge Beziehung zu seiner Familie (und Familie heißt Großfamilie, inkl. Tanten, Onkel, Nichten, Cousins und alles was dazu gehört) und daher scheint es für den schon sehr schwierig zu sein, ein "Auslandssemester" im eigenen Land zu machen. Naja, jedem das seine.

Ansonsten muss ich sagen taugts mir hier ziemlich. Die Leute sind alle extrem nett und helfen einem bei allem. Das Wetter is auch nach wie vor genial. Essen is auch super und vor allem wahnsinnig billig. Es lässt sich schon gut leben hier.
Morgen gehts dann für mich auch los, und zwar schon um 7 in der früh. Jaja, auch der Mexikaner steht manchmal früh auf. Naja, ich werds verkraften. Bin schon gspannt wies so wird. Fußball werd ich hier auch spielen und heut schau ich mir mal einen Tanzkurs an. Bailes de Latinoamerika. Wenns mir taugt, werd ich des wahrscheinlich auch machen.

So, des wars derweil mal, werd mich dann demnächst wieder rührn, wenns was aus der Uni zu erzählen gibt.

Besos
Martin



12 janvier

Cholula

So, da bin ich also mal wieder.

Heute is mein Zimmerkollege angekommen. Mitten in der Nacht, oder besser gesagt schon in der Früh. Um 5 Uhr stand er im Zimmer. ich hab erstmal gar nix gecheckt was da los is. Naja, hab mich dann heut Vormittag mal a bissl mit ihm unterhalten. is a netter Kerl, wird sicher ganz lustig mit dem.

Nach unserem Spanischkurs heute Vormittag warn wir dann am Nachmittag in Cholula, ca. 9 km weg von Puebla. Des is ein "kleines Städtchen" mit ca. 150000 Einwohnern und ca. 200! Kirchen, unter anderem steht da die erste Kirche, die von den Spaniern in Mexiko erbaut wurde.
Die eigentliche Hauptattraktion in Cholula is aber eine Pyramide, die flächenmäßig die größte der Welt ist. Eigentlich sinds mehrere Pyramiden, die jeweils von den verschiedenen Völkern, die Cholula besiedelten, übereinander gebaut wurden. Inzwischen is zwar fast alles überwachsen, ein Teil wurde aber freigelegt und ist zu besichtigen. Is schon beeindruckend. Ansonsten is Cholula a nettes Örtchen,einfach a bissal ruhiger als Puebla. Fotos werd ich sobalds geht auch noch hochladen, nur hab ich da im Moment irgendwie Probleme, der braucht immer ewig für 1 Foto zum hochladen. Naja, wird schon noch werden.

Am Dienstag gehts dann los mit Uni. Eigentlich schon am Montag, aber ich hab ja Montags und Freitags frei. jaja, so lässts sich leben.

Essen is übrigens billig hier, wahnsinn. Wir ham heut in Cholula ein komplettes 3 Gänge Menü, typisch mexikanische Gerichte, für 45 Pesos gegessen, des sind ca. 3,20 Eutschn. Des ganze nennt sich Comida corrida und des gibts hier überall. is immer a ganzes Menü und immer um den Preis rum. Nicht schlecht, oder?

Falls es wieder neues gibt, werd ich mich wieder melden.
Martin

9 janvier

Curso de espanol

So, es gibt wieder was zu erzählen.
Heute hat also mein einwöchiger Spanischkurs angefangen. Is eigentlich ganz lustig. Wir sind nur zu zweit, eine Französin (Alsoise) und ich. Am Vormittag, so ab 9 ham wir zwei Stunden Unterricht, dann Kaffeepause, dann nochmal a Stunde Unterricht und dann folgen am Nachmittag noch Ausflüge. Dadurch, dass wir nur zu zweit sind, lernt ma da echt einiges.
Am Nachmittag warn wir dann im Centro histórico von Puebla (mal wieder) und ham uns da a paar Sachen angschaut, diesmal aber auch von innen. Muss sagen, die Stadt fasziniert mich wirklich, selten eine so schöne gesehn. Fotos gibts natürlich auch noch.
Und um eine Erfahrung reicher bin ich jetzt auch. Nachdem wir mim Auto ins Zentrum gefahren sind und unser mexikanischer Begleiter gefahren is, weiß ich jetzt auch, dass Mexikaner keine geübten Autofahrer sind (ich verallgemeiner des jetzt mal). Der hat doch glatt fast 10 min zum einparken gebraucht. In der Zeit hätten wir die Strecke eigentlich auch zu Fuß latschen können. Naja, man kann ja nicht alles haben.
Ansonsten is es hier weiterhin schön, langsam füllt sich auch die Gegend um die Uni, es geht halt dann doch nächste Woche los. Inzwischen ist auch meine Nachbarin im Wohnheim angekommen, bin also nicht mehr ganz so allein hier.

Na dann
Hasta luego!

6 janvier

Endlich in Puebla!

Hola a todos!
Nachdem ich jetzt eine Woche in Mexico City war, bin ich heute Nachmittag endlich in Puebla angekommen. Mexico City ist eigentlich eine ganz schöne Stadt - hat zumindest ihre schönen Seiten - aber einfach nur riesig. Die Stadt hat einfach kein Ende. Gewohnt hab ich dort ja erstmal bei einer Bekanten von einer Tante von mir. Bin dann von dort aus paar mal mim Taxi ins Zentrum (Centro histórico) gefahren und hab mir des a bissal angeschaut. Wie gesagt, die Stadt hat schon was zu bieten. Ich werd auch noch a paar Fotos hochladen, dann könnts euch selber a Bild davon machen.

Heute bin ich dann Mittags mim Bus nach Puebla gefahren, is ca. 2 Stunden weg. Wurde dann gleich vom Busbahnhof abgeholt und zum Wohnheim gebracht. Hier hock ich nun in meinem Zimmer, des ich mir mit einem Mexikaner (Ivan) teile. Der kommt allerdings erst am Montag. Wer ma dann schon sehn. Des Wohnheim is ordentlich eingerichtet, auch wenn es von außen nicht wirklich so ausschaut. Hab hier auf jeden Fall alles, was ich zum Leben brauch. Ich bin derweil der erste, der hier angekommen is, kenn also von den restlichen Leuten hier im Wohnheim noch keinen, aber des wird sich am WE ändern.

Naja, soweit so gut. Wenns wieder interessante Neuigkeiten gibt, werd ich mich wieder melden.

Hasta luego!