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22 mars

Geburtstag, León, Guanajuato y Querétaro

So meine Lieben, ich glaub es ist mal wieder Zeit euch auf den neuesten Stand zu bringen.

Wie ja vielleicht der eine oder andere von euch weiß hatte meine Wenigkeit am 15. Geburtstag. Sowas wird natürlich auch in Mexiko gefeiert. Nachdem des ja auch ein Donnerstag war und ich ja bekanntermaßen an diesen Tagen ab 12 Uhr Mittags mein Wochenende einläute, ham wir auch gleich mal auf unserer "Dachterrasse" hier in unserem Haus zum Grillen angefangen, natürlich mit a paar Bier dazu, wie sichs ghört. Der Grill schaut jetzt nicht unbedingt so aus, wie ma des von daheim gewohnt ist und nachdem sich der Rost auch nicht in der Höhe verstellen ließ wars folglich auch a bissal schwierig. Aber ma lebt ja nur einmal, also tuts des Fleisch auch a bissal schwärzer.
So ham wir also den ganzen Nachmittag grillend und trinkend aufm Dach verbracht, bis wir dann am Abend nach unten gerufen wurden und ich von der "French Connection" mit 2 Kuchen überrascht wurde. Des einzige Problem an dem ganzen Abend war, dass wir am selbigen noch weggefahren sind, um 23:30 Uhr 7 Stunden mim Bus nach León. Gut, is ja normalerweise kein Problem, aber nach a paar Bier und einigen Tequila schläft sichs dann halt doch nicht sooo gut im Bus. Dementsprechend kam ich dann auch um halb 7 in León an: etwas übermüdet. Aber, hilft ja nix, da muss ma durch.

Weiter gings dann auch nicht allzu spannend, nach einem kurzen Bummel durch die Stadt ham sich die 4 Französinnen, mit denen ich unterwegs war (jaja, jedes WE eine mehr ) dann zum Schuhe kaufen aufgemacht. Also wir sind eigentlich nur nach León gefahren, weils da direkte Busverbindungen von Puebla aus gibt, denn eigentlich wollten wir nach Guanajuato, aber dazu später mehr. Aber nachdem wir ja schon mal in León, der "Lederhauptstadt" Mexikos waren, mussten des die Mädels natürlich zum Shoe Shopping nutzen. Ich hab dann mal nix gesagt und bin brav mitgelatscht und hab mir zur Entschädigung nen Gürtel geleistet.

Mittags gings dann also zu unserem eigentlichen Ziel weiter, Guanajuato, eine kleine Stadt im Herzen Mexikos. Reich an Silberminen und deshalb angelegt von den Spaniern. Is eine wirklich gmütliche Stadt mit fast ekinem Verkeht im Zentrum, da nahezu die ganze Stadt untertunnelt ist. Dazu wurden auch die ehemaligen Schächte die zum Silberabbau genutzt wurden ausgebaut. Is echt lustig, alle paar hundert Meter sind Ein - und Ausfahrten von Tunnels. Is ein komplettes unterirdisches Straßennetz mit Kreuzungen und Parkplätzen usw.

Die Stadt an sich ist also sehr Verkehrsarm und lädt daher wirklich zum rumlatschen ein. Viele kleine Gassen und Häuser in allen möglichen Farben, Cafés, Restaurants und natürlich auch reich an Kultur, da die Spanier es auch hier nicht  lassen konnten Theater, Kirchen und Plätze en masse anzulegen. Is aber auf jeden Fall ein sehenswertes kleines Städtchen. Was noch ganz interessant is, dass die Erde hier so beschaffen ist, dass die Körper aufm Friedhof nach 5-6 Jahren mumifiziert sind, also nicht verwesen. Und nachdem es dem Städtchen in den Bergen an Platz mangelt, werden hier viele Körper exhumiert und in einem Museum ausgestellt. Is eigentlich schon ein bissal pervers, es werden allerdings nur Körper ausgestellt, von denen keine Angehörigen bekannt sind. Also wie gesagt, in Deutschland könnt ich mir sowas irgendwie nicht vorstellen. War aber trotzdem irgendwie faszinierend anzuschaun.

Nach einer Nacht in guanajuato gings dann am Samstag weiter nach Querétaro, wieder ein Stückchen zurück Richtung Mexiko City. Querétaro is ebenfalls eine wunderschöne Stadt, die auch einfach nur zum rumschlendern einlädt. Und an Wochenenden is immer einiges los in mexikanischen Städten. Überall Musik, an Haufen Leute, Straßenkünstler, usw. Da is richtig Leben ind en Städten und des ganze mit einem südländischen Flair. Am Abend is fast nochmal schöner, wenn alles beleuchtet is. Auch Querétaro hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten, aber am besten schauts euch die Fotos an, des is eh besser als alles zu erklären.

Mit unserem Hotel die erste Nacht in Querétaro hatten wir a bissal a Problem, nachdem wir dort ankamen und nur einen Zettel vorfanden, dass wir eine Nummer anrufen sollten, wenn wir ein Zimmer brauchen. Geht nur schlecht, wenn ma kein Handy dabei hat. Glücklicherweise gibts ja freundliche Nachbarn, die einen Schlüssel fürs Hotel haben, uns aufgesperrt ham und ca. 2 Stunden verzweifelt versucht ham die Besitzer zu erreichen. Na gut, war nix, aber wir hatten wenigstens ein Zimmer, nur keine Schlüssel, den hatten nämlich die Nachbarn, besser gesagt ein 14 jähriges Mädel. Die hatte also quasi die ganze Verantwortung fürs Hotel und wollte uns logischerweise den Schlüssel nicht einfach so überlassen. Nach längerem herumdiskutieren ham wir ihnd ann doch letztenendes bekommen, wir wären ja sonst in der Nacht nicht mehr ins Hotel reingekommen. Uns wurde auch versichert, dass der Besitzer in der Nacht noch auftauchen würde, dem war aber dann doch nicht so. Gabs nur noch ein Problem. Die Tür vom Hotel ließ sich nur von innen aufsperren und um zum Schloß von innen zu kommen musste man die Fenster an der Tür nach innen aufdrücken. Soweit so gut, aber als wir in der Nacht wieder vorm Hotel standen, waren die Fenster verschlossen. Genial! Also kurzentschlossen  übers Gitter am Fenster aufs Dach gekraxelt, über die Dachterrasse nach unten un von innen die Fenster aufgemacht. Alles sehr strange in diesem Hotel, der Service ließ doch a bissal zu wünschen übrig. Am nächsten Morgen war dann doch tatsächlich der Besitzer da und hat überhaupt nicht eingesehn, dass wir da am vorigen Tag a paar Schwierigkeiten hatten. Er hatte keinerlei Schuld aus seiner Sichtweise. Nach längerer Diskussion konnten wir ihn dann davon überzeugen, dass wir nicht den vollen Preis zahlen für die Nacht. Uns wars aber trotzdem zu blöd in dem Hotel zu bleiben und so sind wir dann für die letzte Nacht nochmal umgezogen, in ein Hotel wo wenigstens jemand an der Rezeption war. Jaja, bienvenidos en México!

Am Montag gings dann am Nachmittag wieder zurück ins good old Puebla, da meiner einer am Dienstag Klausur hatte.
Jetzt is schon wieder Mittwoch, hatte heute auch keine Uni, da unser Prof von dem einzigen Fach, des ich heute gehabt hätte, die Woche nicht da is. Also nur noch morgen 2 Fächer á 1 Stunde und dann is auch schon wieder Wochenende (studieren in Mexiko is wirklich anstrengend ). Am Freitag gibts dann eine große Party bei uns hier im Haus, schau ma mal obs dann wieder was zu erzählen gibt.

Hasta luego!


7 mars

Veracruz

Dieses Wochenende ham wir uns mal wieder gedact, dass es an der Zeit wäre, aus Puebla rauszukommen. Da wir aber nur von Freitag Nachmitag bis Sonntag Nachmittag Zeit hatten, ham wir beschloßen die nächstgelegene Stadt am Meer zu besichtigen. Also gings dann am Freitag um 3 mim Bus in 4 Stunden 2300 Höhenmeter runter nach Veracruz an die Atlantikküste. Naja, des mit den Bussen is so a Gschicht. Ich hab mich doch schon zu früh gefreut, dass alle Busse hier bequem sind, der wars nämlich nicht. Für meine Beine hatte ich diesmal so gar keinen Platz - und des heißt was bei meinen 1,79. Also, 4 Stunden wie eine Legehenne eingepfärcht in meinem Sitz, jetzt weiß ich dann auch wie die sich fühlen.

Letztenendes hab ichs dann aber doch überlebt und wir ham uns am Abend in Veracruz des billigste Hotel im Zentrum geschnappt. Ach ja, unterwegs war ich übrigens mit drei Französinnen. Warn dann gleich mal im Zentrum, was auch wirklich schön ist und ich hab mir auch mal "Camarones" zum Essen gegönnt, nachdem wir ja schon mal am Meer warn und Essen ja bekanntermaßen nicht allzu teuer ist hier.

Am nächsten morgen ham wir uns dann mal als richtige Touristen geoutet und sind mim "Touribus" die "Sehenswürdigkeiten" von Veracruz abgefahrn. Naja, Sehenswürdigkeiten, also viele gibts davon nicht. Die Stadt is außerhalb vom Zentrum wirklich selten häßlich, lauter baufällige, verlassene oder unvollendete Gebäude und an Haufen Müll. Naja, hat auch was mal diese Seite von mexikanischen Städten zu sehen. Auch die Strände in unmittelbarer Nähe zur Stadt sind nicht wirklich der Hit, aber des war uns eigentlich eh klar. Wo wir ja eigentlich hinwollten war das Aquarium, was seinen Besuch auch wirklich wert war. Sehr schön eingerichtet und viel zu sehn, leider wars a bissal voll, da am WE auch die Mexikaner gern mal solche Ausflüge machen.

Am Abend war ma dann wieder im Zentrum unterwegs und ham mal des Nacht-Straßenleben von Veracruz mitbekommen. Am WE spielen viele Bands auf den Plärtzen und Straßen - vornehmlich Salsa - und die halbe Stadt tanzt dazu. Is wirklich cool anzuschaun und spiegelt irgendwie diese Leichtigkeit und Sorglosigkeit der Leute wider, denn auch wenn sie nicht viel haben, vor allem nicht in dieser Stadt, die Freude an der Musik und am Tanzen verlieren sie hier nicht. Es scheint so als würden die wirklich besser mit dem bisschen auskommen als wir, die wir immer meckern, obwohl wir eh alles haben.

Am Sonntag warn wir dann noch am Vormittag auf der Festung, welche eine vorgelagerte Halbinsel von Veracruz ist. War wirklcih interessant. Hat einen unglaublichen Reichtum an Geschichte, da Veracruz der erste Punkt war, an dem die Spanier anno dazumal angekommen sind. Der Hafen blieb also über ganze Kolonialzeit und auch noch danach wichtigster Anlaufpunkt für alle aus Europa eintreffenden Schiffe. Auch heute noch ist Veracruz mit der wichtigste Hafen Mexikos. Nach der Besichtigung ham wir uns dann wieder auf die Heimreise nach Puebla gemacht, also wieder 4 Srtunden Legehenne die 2300 Höhenmeter rauf ins Tal von Puebla.

Des wars derweil vom WE, die nächsten Neuigkeiten folgen bald -denk ich mal.