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27 avril

D.F. die zweite

Eigentlich war nicht viel los in der letzten Zeit. Uni bleibt weiter stressfrei und geht ja jetzt auch schon dem Ende zu und somit freu ich mich immer mehr auf meine Mittelamerika Reise, die am 18. Mai mit einem Flug nach El Salvador startet.

Zuvor hab ich hier allerdings noch einiges vor. Letztes Wochenende waren wir zum Beispiel mal wieder in Mexiko City. Ich hab ja da schon meine erste Woche hier in Mexiko verbracht und dementsprechend auch schon viel gsehn, aber in einer 25 Millionen Einwohner Stadt gibts immer wieder was neues zu entdecken.

Also gings am Samstag in aller Herrgottsfrüh Richtung Mexiko, is ja auch nur ca. 2 Stunden von Puebla weg. Angekommen in Mexiko gleich mal mit der Metro ins Zentrum und dann ab in Turibus, jaja, wie richtige Touristen eben. Aber es is einfach die beste und billigste Möglichkeit kreuz und quer durch die Stadt zu kommen, nachdem man den ganzen Tag auf- und abspringen kann wies einem beliebt. Es war schwer, uns zu einigen, wo wir überall stoppen, da jeder von uns schon mal in Mexiko war und jeder schon andere Sachen gsehn hat. Letztenendes hab ich mich von meinen 3 Begleiterinnen dann dazu breitschlagen lassen nochmal mit ins anthropologische Museum zu gehn, obwohl ich da ja fast schon mal an ganzen Tag verbracht hab. Naja, war eigentlich halb so schlimm, da des Museum wirklich sehenswert is und auch so groß, dass man auf einmal eh nicht alles sehen kann. Danach gings dann weiter in die edleren Zonen von Mexiko: Polanco, Zona Rosa, Roma und Condesa. In letzterem Viertel ham wir uns dann ein Hostel gesucht und auch gefunden, welches ziemlich lässig war. Also wie bereits gesagt sind des so ziemlich die reichsten Viertel von Mexiko, hier is es ruhig, ziemlich grün und bespickt mit allen Markenläden der Welt. Is echt gmütlich einfach rumzulatschen und sich alles anzuschaun. Des ham wir dann auch den Rest vom Tag gemacht.

Am Abend ham wir uns dann noch mit am Freund von der Aloise in ner Bar in Condesa getroffen. Weggehn is zwar ziemlich cool dort, allerdings bewegt sich da auch alles aufm Preisniveau von Europa oder sogar zum Teil noch a bissal drüber. Naja, daheim hinderts uns ja auch nicht dran wegzugehn. Aber ich muss sagen, man gewöhnt sich derart an diese extrem billigen Preise, dass, wenn man dann mal wieder was auf unserem Preisniveau sieht, einem alles viel zu teuer is. Tja, der Mensch is ein Gewohnheitstier.

Am Sonntag sind wir dann in der früh nach Coyoacan gefahren, des is ein Stadtteil der etwas außerhalb vom Zentrum liegt. Is auch wunderschön, eigentlich a eigenes kleines Dorf mit Stadtplatz usw. Die Hauptattraktion dort is aber des Museum von Frida Kahlo und Diego Rivera, die wohl zwei bekanntesten mexikansichen Künstler. Des Museum is untergebracht in ihrem ehemaligen Haus und is auf jeden Fall einen Besuch wert. Am späteren Nachmittag gings dann wieder zurück ins gute alte Puebla.

Ansonsten war die Woche nicht viel los hier, Puebla is halt fast schon wie Alltag für mich, heißt jetzt aber nicht, dass ich mich hier langweile. Na denn, wünsch allen die des hier lesen viel Spaß, was auch immer ihr grad machts. Bis bald mal wieder.
10 avril

Puerto Escondido

Ich war mal wieder unterwegs. Nachdem ja in Mexiko die Semana Santa frei ist, ist man quasi dazu gezwungen wegzufahren. Diesmal gings mit 4 Jungs ab nach Puerto Escondido, des liegt im Südosten von Mexiko und wie der Name schon verrät liegts am Meer.

Am Samstag Abend sind wir mim Bus erstmal wieder nach Oaxaca gefahrn und da noch drei Tage geblieben, da zwei unserer Truppe nämlich noch nicht dort waren und wir uns somit nochmal den Sehenswürdigkeiten Oaxacas gewidmet ham. Für mich wars nicht viel neues, aber langweilig wurds mir auch nicht.

Am Dienstag in der Nacht um 12 gings dann ab nach Puerto Escondido. Eine Höllentour. Wir ham uns mit paar anderen einen Minibus (Camionetta) gemietet, in dem 15 Leut Platz hatten. Platz is jetzt allerdings übertrieben, ich konnt meine Beine glaub ich keine 10 cm bewegen. Noch dazu sind wir ganz hinten gesessen und hatten trotz Klimaanlage eine miserable Luft da hinten. Und als ob des noch nicht genug gewesen wär is die Strecke eine einzige Katastrophe, es geht nämlich non stop durch Berge und somit schaut die Straße so aus, dass wirklich keine 50 Meter ohne Kurve sind, es is echt der Wahnsinn. Ständig Kurven, bergauf, bergab und ein Chauffeur, der wie a Wahnsinniger gfahren is. Schlafen war also nicht so angesagt. Es ging ja noch, wenn des jetzt nur 2 oder 3 Stunden dauern würd, aber des ganze geht 7 Stunden, und des auch nur weil er aufs Gas gedrückt hat, was wiederum die ganzen Kurven nicht gerade erträglicher macht.

Wir kamen also dann um 7 Uhr endlich in Puerto Escondido an, ziemlich mitgenommen von der Fahrt. Gottseidank hat er uns aber dann direkt zu unserem Hotel gefahren, wo wir reserviert hatten. Is eine superschöne Anlage mit Bungalows, ca. 3 Gehminuten vom Meer entfernt. Da sind wir dann gleich auch mal hingelatscht. Wer surft von euch, dem dürfte Puerto Escondido eh ein Begriff sein, für alle anderen bleibt zu sagen, dass des einer der Top Spots weltweit für Surfer is. Des merkt ma auch gleich wenn ma am Strand is: meterhohe Wellen, die perfekt ausrollen. Ein dementsprechendes Ambiente herrscht auch rund um den Strand: Es is alles ziemlich lässig und ziemlich viel Party, also ideal für uns. Zum Baden war der Teil vom Strand nicht wirklich geeignet, da einen die Wellen echt komplett umhaun und eine extreme Strömung herrscht, aber dafür kann man sich ja als Nicht-Surfer Bodyboards ausleihn, was a ziemliche Gaudi war.

Die Abende waren von Party geprägt. Angefangen im Bungalow gings dann meistens weiter an Strand, wo ma einfach mit Kerzen oder Lagerfeuer und a paar Bier oder sonstigem dahockt und des Leben genießt. Zu späterer Stunde, so gegen 2 oder 3 gehts dann mit den "Clubs" weiter. Da gibts echt a paar ziemlich coole. Alles open air, da es tagsüber ca. 40 Grad hat und in der Nacht eigentlich auch nur minimal abkühlt. Da die Regenwahrscheinlichkeit zurzeit auch bei nahezu 0 liegt gibts hier wunderschön angelegte open air "Stranclubs", in denen man wirklich perfekt feiern kann. Und da ja in ganz Mexiko Ferien waren, sind auch an Haufen Leut dagwesen. Was will ma mehr im Urlaub?

Ich hab die 4 Tage die wir dort waren auf jeden Fall in vollen Zügen genossen. Zurück gings dann am Samstag Nachmittag wieder in einem Camionetta. Da es aber diesmal hell war, hab ich von der Sierra, so heißt die bergige Landschaft zwischen Oaxaca und Puerto, auch was gesehn. Wirtklich soo schön, mit vielen kleinen Bergdörfern und unberührter Natur weit und breit. Einziger Nachteil, da oben is es wirklich kalt, dürfte so um die 10 Grad ghabt ham. Nachdem ich mir jetzt auch sagen hab lassen, dass ma sich in der Sierra Hütten mieten kann und des da perfekt zum wandern is, hab ich mit den anderen schon beschlossen, da nochmal zurückzukommen. Hoff, dass des in den verbleibenden Wochen noch hinhaut, denk aber schon.

Ja, seit Sonntag früh bin ich jetzt wieder in Puebla und jetzt gehts auch schon wieder weiter mit Uni, bleibt aber nach wie vor unstressig. Nachdem bei mir ja jetzt schon der Endspurt angesagt ist (nur noch 1 Monat Uni) läuft mir auch langsam die Zeit davon für die ganzen Sachen, die ich noch machen will. Aber ich denk ich bekomms schon noch irgendwie hin.

Hasta luego
Martin