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May 26 Aus is!Hola a todos! Jetzt hab ich leider keine Zeit mehr gefunden noch Fotos von unserer Canyoning Tour reinzustellen, aber vielleicht kommts ja irgendwann noch. Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen, dass mein Semester ja inzwischen schon seit ueber 2 Wochen vorbei ist und ich mich Grad mit meiner Freundin auf Mittelamerika Reise befinde. Grad im Moment hock ich in Guatemala und die naechsten Wochen gehts dann wieder Stueck fuer Stueck zurueck nach Mexiko und am 25. Juni auch schon wieder heim. Werd meinen Blog wohl nicht mehr allzuoft aktualisieren koennen in naechster Zeit, kommt dann wieder ab September, wenn ich mich fuer mein Praktikum in Buenos Aires befinde. Hasta luego Martin May 10 Guadalajara und PátzcuaroIs ja jetzt auch schon wieder länger her, dass ich mich zu Wort gemeldet hab. Dementsprechend gibts jetzt auch einiges zu erzähln. Ich fang mal mit vor 2 Wochen an, da hab ich mich in Norden Mexikos begeben, genauer gesagt nach Guadalajara, die zweitgrößte Stadt des Landes. Nachdem alle außer mir ziemlich viel zu tun hatten mit Hausübungen und lernen usw. hab ich mich entschlossen alleine loszuziehen, weil ich halt Zeit hatte und ja schließlich auch was vom Land sehn will. Also gings dann am 26.4 in der Nacht ab nach Guadalajara, gschmeidige 9 Stunden Busfahrt. Zum Glück hatt ich keinen Sitznachbarn, so war die Fahrt etwas bequemer. In der Früh angekommen in Guadalajara hab ich mir mal a Hostel gsucht und mich dann auch gleich auf Sightseeingtour gmacht. Muss sagen is wirklich a schöne Stadt und hat viel mehr Flair als zum Beispiel Mexiko City. Hat mir wirklich extrem gut gfalln. Ich war den ganzen Tag unterwegs und hab so gut wie des ganze Centro Histórico abgeklappert. Des einzige was mir a bissal Probleme bereitet hat, war, mir des Busticket für meine Weiterfahrt am nächsten Tag nach Pátzcuaro (liegt auf ungefähr halber Strecke zwischen Guadalajara und Mexiko City) zu besorgen. Des is nämlich so, dass ma sich die Tickets grundsätzlich am Busterminal kauft, nur is des neue von Guadalajara 9 km außerhalb der Stadt. Also gibts ja auch sowas wie Reisebüros, bei denen man des ganze in der Stadt erledigen kann. Soweit so gut, aber keins von diesen tollen Reisebüros konnte mir Tickets nach Pátzcuaro verkaufen; hatten sie alle nicht. Hätt überall hin können, nur nicht da wohin ich wollte. Naja, sie ham mir dann wenigstens empfohlen zum alten Terminal zu schaun, die verkaufen einem alle Tickets. Ok, hab ich mir gedacht hockst dich in nächsten Bus zum alten Terminal rein und findst dann da dein Ticket (Des alte Terminal liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen dem Zentrum und dem neuen Terminal). Dort angekommen hab ich wieder alle gefragt ob sie Tickets nach Pátzcuaro ham. Denkste, wieder nix. Also bleib mir nix anderes übrig als wieder zum neuen Terminal rauszufahren, wofür der Bus ca. eine halbe Stunde braucht. Wär ja nicht so tragisch wenn ma wüsste welcher Bus einen da rausbringt. Is ja auch kein Problem, fragt ma halt jemanden, die wern sich ja auskennen in ihrer Stadt. Also mit der Einschätzung bin ich mal gründlich falsch gelegen. Ich hab 10 Leute gefragt und hab ohne Scheiß 10 verschiedene Antworten bekommen. Die ham mir zum Teil Straßen gsagt, wo überhaupt kein Bus vorbeigekommen is. Im Endeffekt wars mir dann zu blöd, also bin ich wieder zurück ins Zentrum und von da aus dann zum Terminal, denn vom Zentrum wusst ich wie ich da rauskomm. War so auch ganz nett, hab ich Guadalajara auch außerhalb vom Zentrum kennenglernt und hatt schlußendlich auch mein Ticket nach Pátzcuaro für 8:30 Uhr am folgenden Tag. Am Abend bin ich nachm Essen noch gmütlich durch die Straßen von Guadalajara glatscht, da da kein Mensch mehr unterwegs is und des alles ziemlich cool beleuchtet is. Als ich mich dann wieder aufn Heimweg gmacht hab, kam einer zu mir her, ca. mein Alter, und hat mich gfragt was ich hier so mach usw. Ham uns eigentlich ganz nett unterhalten, er wollt mich dann noch auf a Bier einladen, ich wollte allerdings ins Hostel, da ich ja am nächsten Tag ziemlich früh raus musste. Er hat mich dann noch gfragt wie ich heiß und dann noch: Martin, puedo decirte algo. Eres muy muy guapo. En serio Martin, eres el hombre más guapo que he visto en mi vida. (Für alle dies nicht verstehn: Martin, kann ich dir was sagen. Du bist sehr sehr hübsch. Wirklich, du bist der schönste Mann den ich in meinem Leben gesehn hab). Ja wie reagiert ma denn da drauf? Hab eigentlich gar nix gsagt (war von der Situation etwas überrascht) und mich dann letztenendes von ihm verabschiedet. Am nächsten Tag gings dann also in des kleine Städtchen Pátzcuaro, bin da so gegen Mittags angekommen. Is voll gmütlich, lauter kleine Häuschen und Gassen und viel Kultur. Des Städtchen liegt auch an am See mit 4 Inseln, wo ich mich dann am nächsten Tag hinbegeben hab. War echt relaxed, auch wenn die eine Insel von mexikanischen Touristen überlaufen is. Die zwei Tage dort hab ich eigentlich nur bissal Sightseeing gmacht und die Landschaft und des kleine Städtchen genossen und bemerkt, dass die Leute, die nicht in den großen Städten leben, wirklich ganz anders sind. Die leben noch viel mehr in ihrer eigenen Welt. Hier leben auch noch viele "Indígenas" oder direkte Nachkommen derer. Somit hat die Gegend wirklich noch was ursprüngliches. Hat mir ziemlich getaugt. Am Montag gings dann schließlich wieder zurück nach Puebla, wo ich nach ca. 12 Stunden Busfahrt angekommen bin, da extrem viel Verkehr war. Die Woche danach hab ich noch eine Klausur gschrieben, war OK, und sonst weiter nix besonderes gmacht. Letztes WE war ma auf einer zweitägigen Canyoningtour mit Campen hier in der Nähe, aber dazu des nächste mal mehr, is eh schon wieder viel zu viel hier. Nur so viel vorweg, war der absolute Hammer. Bis demnächst dann, saludos de Puebla April 27 D.F. die zweiteEigentlich war nicht viel los in der letzten Zeit. Uni bleibt weiter stressfrei und geht ja jetzt auch schon dem Ende zu und somit freu ich mich immer mehr auf meine Mittelamerika Reise, die am 18. Mai mit einem Flug nach El Salvador startet. Zuvor hab ich hier allerdings noch einiges vor. Letztes Wochenende waren wir zum Beispiel mal wieder in Mexiko City. Ich hab ja da schon meine erste Woche hier in Mexiko verbracht und dementsprechend auch schon viel gsehn, aber in einer 25 Millionen Einwohner Stadt gibts immer wieder was neues zu entdecken. Also gings am Samstag in aller Herrgottsfrüh Richtung Mexiko, is ja auch nur ca. 2 Stunden von Puebla weg. Angekommen in Mexiko gleich mal mit der Metro ins Zentrum und dann ab in Turibus, jaja, wie richtige Touristen eben. Aber es is einfach die beste und billigste Möglichkeit kreuz und quer durch die Stadt zu kommen, nachdem man den ganzen Tag auf- und abspringen kann wies einem beliebt. Es war schwer, uns zu einigen, wo wir überall stoppen, da jeder von uns schon mal in Mexiko war und jeder schon andere Sachen gsehn hat. Letztenendes hab ich mich von meinen 3 Begleiterinnen dann dazu breitschlagen lassen nochmal mit ins anthropologische Museum zu gehn, obwohl ich da ja fast schon mal an ganzen Tag verbracht hab. Naja, war eigentlich halb so schlimm, da des Museum wirklich sehenswert is und auch so groß, dass man auf einmal eh nicht alles sehen kann. Danach gings dann weiter in die edleren Zonen von Mexiko: Polanco, Zona Rosa, Roma und Condesa. In letzterem Viertel ham wir uns dann ein Hostel gesucht und auch gefunden, welches ziemlich lässig war. Also wie bereits gesagt sind des so ziemlich die reichsten Viertel von Mexiko, hier is es ruhig, ziemlich grün und bespickt mit allen Markenläden der Welt. Is echt gmütlich einfach rumzulatschen und sich alles anzuschaun. Des ham wir dann auch den Rest vom Tag gemacht. Am Abend ham wir uns dann noch mit am Freund von der Aloise in ner Bar in Condesa getroffen. Weggehn is zwar ziemlich cool dort, allerdings bewegt sich da auch alles aufm Preisniveau von Europa oder sogar zum Teil noch a bissal drüber. Naja, daheim hinderts uns ja auch nicht dran wegzugehn. Aber ich muss sagen, man gewöhnt sich derart an diese extrem billigen Preise, dass, wenn man dann mal wieder was auf unserem Preisniveau sieht, einem alles viel zu teuer is. Tja, der Mensch is ein Gewohnheitstier. Am Sonntag sind wir dann in der früh nach Coyoacan gefahren, des is ein Stadtteil der etwas außerhalb vom Zentrum liegt. Is auch wunderschön, eigentlich a eigenes kleines Dorf mit Stadtplatz usw. Die Hauptattraktion dort is aber des Museum von Frida Kahlo und Diego Rivera, die wohl zwei bekanntesten mexikansichen Künstler. Des Museum is untergebracht in ihrem ehemaligen Haus und is auf jeden Fall einen Besuch wert. Am späteren Nachmittag gings dann wieder zurück ins gute alte Puebla. Ansonsten war die Woche nicht viel los hier, Puebla is halt fast schon wie Alltag für mich, heißt jetzt aber nicht, dass ich mich hier langweile. Na denn, wünsch allen die des hier lesen viel Spaß, was auch immer ihr grad machts. Bis bald mal wieder. April 10 Puerto EscondidoIch war mal wieder unterwegs. Nachdem ja in Mexiko die Semana Santa frei ist, ist man quasi dazu gezwungen wegzufahren. Diesmal gings mit 4 Jungs ab nach Puerto Escondido, des liegt im Südosten von Mexiko und wie der Name schon verrät liegts am Meer. Am Samstag Abend sind wir mim Bus erstmal wieder nach Oaxaca gefahrn und da noch drei Tage geblieben, da zwei unserer Truppe nämlich noch nicht dort waren und wir uns somit nochmal den Sehenswürdigkeiten Oaxacas gewidmet ham. Für mich wars nicht viel neues, aber langweilig wurds mir auch nicht. Am Dienstag in der Nacht um 12 gings dann ab nach Puerto Escondido. Eine Höllentour. Wir ham uns mit paar anderen einen Minibus (Camionetta) gemietet, in dem 15 Leut Platz hatten. Platz is jetzt allerdings übertrieben, ich konnt meine Beine glaub ich keine 10 cm bewegen. Noch dazu sind wir ganz hinten gesessen und hatten trotz Klimaanlage eine miserable Luft da hinten. Und als ob des noch nicht genug gewesen wär is die Strecke eine einzige Katastrophe, es geht nämlich non stop durch Berge und somit schaut die Straße so aus, dass wirklich keine 50 Meter ohne Kurve sind, es is echt der Wahnsinn. Ständig Kurven, bergauf, bergab und ein Chauffeur, der wie a Wahnsinniger gfahren is. Schlafen war also nicht so angesagt. Es ging ja noch, wenn des jetzt nur 2 oder 3 Stunden dauern würd, aber des ganze geht 7 Stunden, und des auch nur weil er aufs Gas gedrückt hat, was wiederum die ganzen Kurven nicht gerade erträglicher macht. Wir kamen also dann um 7 Uhr endlich in Puerto Escondido an, ziemlich mitgenommen von der Fahrt. Gottseidank hat er uns aber dann direkt zu unserem Hotel gefahren, wo wir reserviert hatten. Is eine superschöne Anlage mit Bungalows, ca. 3 Gehminuten vom Meer entfernt. Da sind wir dann gleich auch mal hingelatscht. Wer surft von euch, dem dürfte Puerto Escondido eh ein Begriff sein, für alle anderen bleibt zu sagen, dass des einer der Top Spots weltweit für Surfer is. Des merkt ma auch gleich wenn ma am Strand is: meterhohe Wellen, die perfekt ausrollen. Ein dementsprechendes Ambiente herrscht auch rund um den Strand: Es is alles ziemlich lässig und ziemlich viel Party, also ideal für uns. Zum Baden war der Teil vom Strand nicht wirklich geeignet, da einen die Wellen echt komplett umhaun und eine extreme Strömung herrscht, aber dafür kann man sich ja als Nicht-Surfer Bodyboards ausleihn, was a ziemliche Gaudi war. Die Abende waren von Party geprägt. Angefangen im Bungalow gings dann meistens weiter an Strand, wo ma einfach mit Kerzen oder Lagerfeuer und a paar Bier oder sonstigem dahockt und des Leben genießt. Zu späterer Stunde, so gegen 2 oder 3 gehts dann mit den "Clubs" weiter. Da gibts echt a paar ziemlich coole. Alles open air, da es tagsüber ca. 40 Grad hat und in der Nacht eigentlich auch nur minimal abkühlt. Da die Regenwahrscheinlichkeit zurzeit auch bei nahezu 0 liegt gibts hier wunderschön angelegte open air "Stranclubs", in denen man wirklich perfekt feiern kann. Und da ja in ganz Mexiko Ferien waren, sind auch an Haufen Leut dagwesen. Was will ma mehr im Urlaub? Ich hab die 4 Tage die wir dort waren auf jeden Fall in vollen Zügen genossen. Zurück gings dann am Samstag Nachmittag wieder in einem Camionetta. Da es aber diesmal hell war, hab ich von der Sierra, so heißt die bergige Landschaft zwischen Oaxaca und Puerto, auch was gesehn. Wirtklich soo schön, mit vielen kleinen Bergdörfern und unberührter Natur weit und breit. Einziger Nachteil, da oben is es wirklich kalt, dürfte so um die 10 Grad ghabt ham. Nachdem ich mir jetzt auch sagen hab lassen, dass ma sich in der Sierra Hütten mieten kann und des da perfekt zum wandern is, hab ich mit den anderen schon beschlossen, da nochmal zurückzukommen. Hoff, dass des in den verbleibenden Wochen noch hinhaut, denk aber schon. Ja, seit Sonntag früh bin ich jetzt wieder in Puebla und jetzt gehts auch schon wieder weiter mit Uni, bleibt aber nach wie vor unstressig. Nachdem bei mir ja jetzt schon der Endspurt angesagt ist (nur noch 1 Monat Uni) läuft mir auch langsam die Zeit davon für die ganzen Sachen, die ich noch machen will. Aber ich denk ich bekomms schon noch irgendwie hin. Hasta luego Martin March 22 Geburtstag, León, Guanajuato y QuerétaroSo meine Lieben, ich glaub es ist mal wieder Zeit euch auf den neuesten Stand zu bringen. Wie ja vielleicht der eine oder andere von euch weiß hatte meine Wenigkeit am 15. Geburtstag. Sowas wird natürlich auch in Mexiko gefeiert. Nachdem des ja auch ein Donnerstag war und ich ja bekanntermaßen an diesen Tagen ab 12 Uhr Mittags mein Wochenende einläute, ham wir auch gleich mal auf unserer "Dachterrasse" hier in unserem Haus zum Grillen angefangen, natürlich mit a paar Bier dazu, wie sichs ghört. Der Grill schaut jetzt nicht unbedingt so aus, wie ma des von daheim gewohnt ist und nachdem sich der Rost auch nicht in der Höhe verstellen ließ wars folglich auch a bissal schwierig. Aber ma lebt ja nur einmal, also tuts des Fleisch auch a bissal schwärzer. So ham wir also den ganzen Nachmittag grillend und trinkend aufm Dach verbracht, bis wir dann am Abend nach unten gerufen wurden und ich von der "French Connection" mit 2 Kuchen überrascht wurde. Des einzige Problem an dem ganzen Abend war, dass wir am selbigen noch weggefahren sind, um 23:30 Uhr 7 Stunden mim Bus nach León. Gut, is ja normalerweise kein Problem, aber nach a paar Bier und einigen Tequila schläft sichs dann halt doch nicht sooo gut im Bus. Dementsprechend kam ich dann auch um halb 7 in León an: etwas übermüdet. Aber, hilft ja nix, da muss ma durch. Weiter gings dann auch nicht allzu spannend, nach einem kurzen Bummel durch die Stadt ham sich die 4 Französinnen, mit denen ich unterwegs war (jaja, jedes WE eine mehr Mittags gings dann also zu unserem eigentlichen Ziel weiter, Guanajuato, eine kleine Stadt im Herzen Mexikos. Reich an Silberminen und deshalb angelegt von den Spaniern. Is eine wirklich gmütliche Stadt mit fast ekinem Verkeht im Zentrum, da nahezu die ganze Stadt untertunnelt ist. Dazu wurden auch die ehemaligen Schächte die zum Silberabbau genutzt wurden ausgebaut. Is echt lustig, alle paar hundert Meter sind Ein - und Ausfahrten von Tunnels. Is ein komplettes unterirdisches Straßennetz mit Kreuzungen und Parkplätzen usw. Die Stadt an sich ist also sehr Verkehrsarm und lädt daher wirklich zum rumlatschen ein. Viele kleine Gassen und Häuser in allen möglichen Farben, Cafés, Restaurants und natürlich auch reich an Kultur, da die Spanier es auch hier nicht lassen konnten Theater, Kirchen und Plätze en masse anzulegen. Is aber auf jeden Fall ein sehenswertes kleines Städtchen. Was noch ganz interessant is, dass die Erde hier so beschaffen ist, dass die Körper aufm Friedhof nach 5-6 Jahren mumifiziert sind, also nicht verwesen. Und nachdem es dem Städtchen in den Bergen an Platz mangelt, werden hier viele Körper exhumiert und in einem Museum ausgestellt. Is eigentlich schon ein bissal pervers, es werden allerdings nur Körper ausgestellt, von denen keine Angehörigen bekannt sind. Also wie gesagt, in Deutschland könnt ich mir sowas irgendwie nicht vorstellen. War aber trotzdem irgendwie faszinierend anzuschaun. Nach einer Nacht in guanajuato gings dann am Samstag weiter nach Querétaro, wieder ein Stückchen zurück Richtung Mexiko City. Querétaro is ebenfalls eine wunderschöne Stadt, die auch einfach nur zum rumschlendern einlädt. Und an Wochenenden is immer einiges los in mexikanischen Städten. Überall Musik, an Haufen Leute, Straßenkünstler, usw. Da is richtig Leben ind en Städten und des ganze mit einem südländischen Flair. Am Abend is fast nochmal schöner, wenn alles beleuchtet is. Auch Querétaro hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten, aber am besten schauts euch die Fotos an, des is eh besser als alles zu erklären. Mit unserem Hotel die erste Nacht in Querétaro hatten wir a bissal a Problem, nachdem wir dort ankamen und nur einen Zettel vorfanden, dass wir eine Nummer anrufen sollten, wenn wir ein Zimmer brauchen. Geht nur schlecht, wenn ma kein Handy dabei hat. Glücklicherweise gibts ja freundliche Nachbarn, die einen Schlüssel fürs Hotel haben, uns aufgesperrt ham und ca. 2 Stunden verzweifelt versucht ham die Besitzer zu erreichen. Na gut, war nix, aber wir hatten wenigstens ein Zimmer, nur keine Schlüssel, den hatten nämlich die Nachbarn, besser gesagt ein 14 jähriges Mädel. Die hatte also quasi die ganze Verantwortung fürs Hotel und wollte uns logischerweise den Schlüssel nicht einfach so überlassen. Nach längerem herumdiskutieren ham wir ihnd ann doch letztenendes bekommen, wir wären ja sonst in der Nacht nicht mehr ins Hotel reingekommen. Uns wurde auch versichert, dass der Besitzer in der Nacht noch auftauchen würde, dem war aber dann doch nicht so. Gabs nur noch ein Problem. Die Tür vom Hotel ließ sich nur von innen aufsperren und um zum Schloß von innen zu kommen musste man die Fenster an der Tür nach innen aufdrücken. Soweit so gut, aber als wir in der Nacht wieder vorm Hotel standen, waren die Fenster verschlossen. Genial! Also kurzentschlossen übers Gitter am Fenster aufs Dach gekraxelt, über die Dachterrasse nach unten un von innen die Fenster aufgemacht. Alles sehr strange in diesem Hotel, der Service ließ doch a bissal zu wünschen übrig. Am nächsten Morgen war dann doch tatsächlich der Besitzer da und hat überhaupt nicht eingesehn, dass wir da am vorigen Tag a paar Schwierigkeiten hatten. Er hatte keinerlei Schuld aus seiner Sichtweise. Nach längerer Diskussion konnten wir ihn dann davon überzeugen, dass wir nicht den vollen Preis zahlen für die Nacht. Uns wars aber trotzdem zu blöd in dem Hotel zu bleiben und so sind wir dann für die letzte Nacht nochmal umgezogen, in ein Hotel wo wenigstens jemand an der Rezeption war. Jaja, bienvenidos en México! Am Montag gings dann am Nachmittag wieder zurück ins good old Puebla, da meiner einer am Dienstag Klausur hatte. Jetzt is schon wieder Mittwoch, hatte heute auch keine Uni, da unser Prof von dem einzigen Fach, des ich heute gehabt hätte, die Woche nicht da is. Also nur noch morgen 2 Fächer á 1 Stunde und dann is auch schon wieder Wochenende (studieren in Mexiko is wirklich anstrengend Hasta luego! March 07 VeracruzDieses Wochenende ham wir uns mal wieder gedact, dass es an der Zeit wäre, aus Puebla rauszukommen. Da wir aber nur von Freitag Nachmitag bis Sonntag Nachmittag Zeit hatten, ham wir beschloßen die nächstgelegene Stadt am Meer zu besichtigen. Also gings dann am Freitag um 3 mim Bus in 4 Stunden 2300 Höhenmeter runter nach Veracruz an die Atlantikküste. Naja, des mit den Bussen is so a Gschicht. Ich hab mich doch schon zu früh gefreut, dass alle Busse hier bequem sind, der wars nämlich nicht. Für meine Beine hatte ich diesmal so gar keinen Platz - und des heißt was bei meinen 1,79. Also, 4 Stunden wie eine Legehenne eingepfärcht in meinem Sitz, jetzt weiß ich dann auch wie die sich fühlen. Letztenendes hab ichs dann aber doch überlebt und wir ham uns am Abend in Veracruz des billigste Hotel im Zentrum geschnappt. Ach ja, unterwegs war ich übrigens mit drei Französinnen. Warn dann gleich mal im Zentrum, was auch wirklich schön ist und ich hab mir auch mal "Camarones" zum Essen gegönnt, nachdem wir ja schon mal am Meer warn und Essen ja bekanntermaßen nicht allzu teuer ist hier. Am nächsten morgen ham wir uns dann mal als richtige Touristen geoutet und sind mim "Touribus" die "Sehenswürdigkeiten" von Veracruz abgefahrn. Naja, Sehenswürdigkeiten, also viele gibts davon nicht. Die Stadt is außerhalb vom Zentrum wirklich selten häßlich, lauter baufällige, verlassene oder unvollendete Gebäude und an Haufen Müll. Naja, hat auch was mal diese Seite von mexikanischen Städten zu sehen. Auch die Strände in unmittelbarer Nähe zur Stadt sind nicht wirklich der Hit, aber des war uns eigentlich eh klar. Wo wir ja eigentlich hinwollten war das Aquarium, was seinen Besuch auch wirklich wert war. Sehr schön eingerichtet und viel zu sehn, leider wars a bissal voll, da am WE auch die Mexikaner gern mal solche Ausflüge machen. Am Abend war ma dann wieder im Zentrum unterwegs und ham mal des Nacht-Straßenleben von Veracruz mitbekommen. Am WE spielen viele Bands auf den Plärtzen und Straßen - vornehmlich Salsa - und die halbe Stadt tanzt dazu. Is wirklich cool anzuschaun und spiegelt irgendwie diese Leichtigkeit und Sorglosigkeit der Leute wider, denn auch wenn sie nicht viel haben, vor allem nicht in dieser Stadt, die Freude an der Musik und am Tanzen verlieren sie hier nicht. Es scheint so als würden die wirklich besser mit dem bisschen auskommen als wir, die wir immer meckern, obwohl wir eh alles haben. Am Sonntag warn wir dann noch am Vormittag auf der Festung, welche eine vorgelagerte Halbinsel von Veracruz ist. War wirklcih interessant. Hat einen unglaublichen Reichtum an Geschichte, da Veracruz der erste Punkt war, an dem die Spanier anno dazumal angekommen sind. Der Hafen blieb also über ganze Kolonialzeit und auch noch danach wichtigster Anlaufpunkt für alle aus Europa eintreffenden Schiffe. Auch heute noch ist Veracruz mit der wichtigste Hafen Mexikos. Nach der Besichtigung ham wir uns dann wieder auf die Heimreise nach Puebla gemacht, also wieder 4 Srtunden Legehenne die 2300 Höhenmeter rauf ins Tal von Puebla. Des wars derweil vom WE, die nächsten Neuigkeiten folgen bald -denk ich mal. February 23 Von Bussen und StraßenzuständenNachdem ja Andi und Doris schon so ihre Problemchen mit den Bussen erzählt ham, werd ich euch auch mal des "Bussystem"- wenn man es denn so nenen kann - näher bringen. Grundsätzlich ist es hier so, dass es zwar Buslinien und Bushaltestellen gibt, des aber in der Praxis nahezu keine Bedeutung hat. Wenn man mit dem Bus irgendwo hin will, sollte man genau wissen, wo. Wie gesagt gibt es offiziell Bushaltestellen, wenn man aber einen Bus braucht, wartet man am besten an einer Straßenecke und wenn der richtige vorbeikommt, hält man ihn per Handzeichen an. Is auch egal, ob der in der zweiten oder dritten Fahrspur fährt, er bleibt dann einfach stehn und man muss schaun, dass man so schnell wie möglich zum Bus gelangt, um einzusteigen. Und man muss sich wirklich beeilen. Hat man nämlich einen Fuß in den Bus gesetzt, gibt der schon wieder vollgas, und die beschleunigen ordentlich mit ihren wahnsinnig umweltfreundlichen Dieselmotoren. Da heißts dann also erstens schnell sein und zweitens auch schnell was zum festhalten finden. Bleibt noch ein Problem, zahlen sollte man ja auch noch. Des ganze funktioniert hier so, dass man einfach 4 Pesos zahlt, egal ob ma nur 30 Sekunden drin hockt oder einmal die ganze Runde mim Bus mitfährt. So, man steht jetzt also im Bus, versucht irgendwie des Gleichgewicht zu halten und soll jetzt auch noch beim Busfahrer zahlen. Also sollte man möglichst im vorhinein die 4 Pesos passend in der Hand haben. Des mit passend zahlen is überhaupt so a Gschicht in Mexiko. Man kann hier fast nirgendwo einen Betrag von 10 - 30 Pesos mit einem 100 oder 200 Pesos Schein zahlen, die ham einfach kein Wechselgeld. Des is so, als wenn wir daheim was für 1 - 2 Euro kaufen und dann mit am 10er zahlen. --> Andre Länder, andre Sitten. Nun aber zurück zum Bus. Jetzt habts also ungefähr a Vorstellung, wie man in einen Bus gelangt, bleibt nur noch die Frage wie man den richtigen Bus findet. Is ganz einfach: die Busse ham Nummern, kann ma aber vergessen, bedeutet nicht viel. Neben den Nummern hat auch jeder Bus noch auf der Windschutzscheibe ca. 6 Orte kleben, die er anfährt. Na Bitte, geht doch. Sollte man also wissen wo ungefähr der Ort liegt, zu dem man hin will, damit man sich an den 6 aufgeklebteb Orten orientieren kann, ob die da irgendwo in der Nähe sind, wenns nicht einer von ihnen is. Des beste is also, man hält den vermeintlich richtigen Bus einfach mal an und fragt kurz ob ma mit diesem Bus auch da hinkommt, wo ma hinwill. Ma braucht ja bloß ren mit de Leid! Jetzt gilt es nur noch ein Hinderniss zu überwinden: woher weiß ma denn wo ma aussteigen soll, nachdem es sowas wie Haltestellen ja eigentlich nicht gibt. Is auch ganz einfach, ma muss einach ganz genau wissen, wo ma hin will und sich dann an Häusern und Straßen orientieren, zum richtigen Zeitpunkt zum Busfahrer vorlaufen und ihm sagen, dass ma an der nächsten Ecke gern aussteigen würde und dann wieder ganz schnell sein, denn der busfahrer hält quasi nicht an, sondern fährt eigentlich im Schrittempo weiter, so dass ma gemütlich aussteigen kann. Und sobald der letzte seinen ersten Fuß auf die Straße gesetzt hat, wird schon wieder beschleunigt. Ausnahmen gibts natürlich für ältere Leute. Also ihr sehts, is ja alles nur halb so schlimm, ma gewöhnt sich dran. Eine Sache zur Absicherung von Baustellen möcht ich auch noch anbringen. Da bin ich letzte Woche mim Iván aufm Gehsteig mir nix dir nix dahin gegangen, und auf einmal bin ich dann aufm Gehsteig "eingebrochen" und stand bis zum Bauchnabel in einer Baugrube drin. Erkennen, dass da irgendwas is, konnte ma des beim besten Willen nicht. Des war abgedeckt mit Metallplatten, was hier allerdings üblich is auf den Gehsteigen, es versteckt sich also nicht unter jeder Platte eine Baugrube. Gut, unter der eben schon. Is also eine perfekte Stolperfalle gewesen, null Absicherung: kein Band, kein Schild, nix. Hier heißts also nicht nur im Staßenverkehr, sondern auch beim Spazierengehn Augen auf. Hab mir nicht wehgetan, fans eigentlich nur lustig. Baustellen sind hier echt extrem schlecht zu erkennen. Absperrbänder und Lichter existieren nicht und somit muss ma grad in der Nacht genau schaun, wo ma hintritt. Ansonsten gehts mir hier immer noch bestens, Uni läuft auch gut soweit und Wetter is nach wie vor traumhaft. Inzwischen weiß ich auch schon, was ich Ostern mach. Werd mit unsren Mexikanern nach Puerto Escondido ans Meer fahren, um dort Strandurlaub zu machen. Kuba war dann leider doch zu teuer. Wenns wieder neue Gschichten ausm Tacoland gibt, werd ichs euch wissen lassen. Hasta luego! February 15 Hilfe, es ist ValentinstagWas ist bloß in Mexiko los...? Man kennt ja den Valentinstag auch bei uns, allerdings spielt er nach meinen Erfahrungen eher eine untergeordnede Rolle im Jahreszyklus der Festivitäten. Na dann schaue man mal nach Mexiko. Des scheint mir ja hier einer der wichtigsten Tage im Jahr zu sein. Man denkt sich ja als durchschnittlicher Mitteleuropäer nicht viel, wenn man am Valentinstag in die Uni geht, allerdings wird man doch schwer überrascht von dem Aufgebot an heliumgefüllten Luftballons aller größen und Formen, Blumensträuße und sonstigen Gebilden aus Plastik und Kuscheltieren jeder Art und Größe. Da verwandelt sich dann die ganze Straße vor der Uni in einen mobilen Marktplatz. Überall parken Autos mit offenem Kofferraum und verkaufen irgendwas, was man am Valentinstag gebrauchen könnte, eben all diese vorhin genannten Sachen. Aber nicht nur, dass sie nur so dastehn würden, nein, sie versuchens dir natürlich anzudrehn. Oh mein Gott, ich muss hier weg. Schafft mans dann endlich ins Unigelände zu gelangen, dann erwartet einen der nächste ungewohnte Anblick. Fast ausnahmslos jeder der hiesigen Studenten an der Uni rennt mit einer Rose, Süßigkeiten, Luftballonns, Blumensträußen usw. rum. Und davon aber auch nicht nur mit einer Sache, sondern mit mehreren. Hab sogar einen mit einem Herzen rumlaufen sehn, des so groß war wie ich (kein Scherz). Ja und nachdem der Tag ja so eine Bedeutung hat, gabs in der Uni auch noch gleich eine Art Markt, wo nochmal desselbe verkauft wurde wie vor der Uni. Dieser Tag ist also fast Ausnahmezustand und daher hält es die Mehrheit auch nicht für nötig, die Kurse zu besuchen. Da saßen wir dann doch glatt zu 4. in meinem Kurs heute. Gnädigerweise wurde dieser dann auch nach der Hälfte beendet, da unser Prof dann eingesehen hat, dass es irgendwie keinen Sinn macht. Naja, andre Länder, andre Sitten. Es is hier übrigens auch nicht so, dass dieser Tag explizit dem Freund oder der Freundin gewidmet ist, sondern gleich allen Freunden und Bekannten, die man hat. Den Einzelhandel freuts, die Feunde und Bekannten auch. In diesem Sinne wünsch ich euch auch mal allen einen schönen Valentinstag, auch wenn bei euch inzwischen schon der 15. is. February 07 Wochenende und erste KlausurEs gibt mal wieder einiges zu erzählen hier aus dem
sommerlichen Mexiko. January 30 UnialltagHallo alle zusammen, hab mich ja schon seit längerem nicht mehr gemeldet, aber es gibt im Moment auch nicht so viel spannendes zu erzählen. Ich fang einfach mal mit irgendwas an. Also Uni hier is echt nicht allzu stressig, könnt vielleicht auch daran liegen, dass ich nur 4 Kurse hab und somit nicht allzuviel zu tun hab. Aber egal, böse Zungen behaupten ja, Austauschstudenten seien nicht zum studieren und lernen hier. Stimmt aber auch nicht ganz, immerhin schreibt man hier nämlich in jedem Fach 4 Klausuren und da ich ja schon seit 3 Wochen Uni hab, stehen am Dienstag auch gleich schon 2 klausuren an. Nach meiner Einschätzung is des allerdings nicht der ganz große Aufwand. Schau ma mal, dann seh mas schon. Ansonsten gibts wirklich nicht viel neues. Am Wochenende war ma wieder in Puebla unterwegs und am Sonntag gabs mal einen ordentlichen Brunch für alle 14 Personen unserer 2 Wohnheim-Häuser hier. Wie Gemeinschaftsküchen nach so was ausschaun, kann sich ja eh die Mehrheit von euch vorstellen. Fürs Abwaschen fühlt sich nämlich grundsätzlich keiner verantwortlich. Was hier sonst noch so los is is des, dass (perfektes Deutsch, oder?) wir fast jeden Tag zum Tacos essen gehn, da die einfach genial schmecken, an jeder (wirklich jeder) Straßenecke zu finden sind und einfach nur noch billig sind (ein klassischer Taco kostet zwischen 4 und 6 Pesos). Zum trinken gönnt man sich dann auch schon mal des öfteren frisch gepressten Orangensaft - ein Liter für 10 Pesos (für alle dies nicht wissen, ein Euro is ca. 14 Pesos wert). Also ihr sehts schon, mir fehlts hier an nichts. Dieses Wochenende wer ma wahrscheinlich mal eine kliene Reise starten, nachdem mein Wochenende (und des von manch anderen auch) ja schon am Donnerstag Nachmittag beginnt und wir nächsten Montag frei haben. Wir wissen zwar noch nicht wos uns hin verschlägt, aber ich bin mir sicher wir wern was schönes finden, zu sehen gitbs hier jede Menge. Wir planen allerdings auch noch eine größere Reise in der Semana Santa (Ostern), da wir da eine ganze Woche frei ham. Im Moment erkundigen wir uns grad nach Flügen nach Kuba, da des von hier ziemlich billig is. Wär lässig, wenns klappen würd. Werd euch dann rechtzeitig bescheid sagen, obs mich Ostern wirklich in die Karibik verschlägt (na, irgendwer neidisch?). Was Fußball angeht passts auch. Es gibt hier demnächst ein Turnier der verschiedenen Studiengänge, wo ich schon angeworben wurde von einem Studiengang. Schau ma mal was wird. Jetzt fällt mir nichts mehr neues ein, aber ich denk, dass es nach diesem Wochenende wieder einiges zu erzählen gibt. Hasta luego! January 21 Wochenende in PueblaJaja, schon ist die erste Uniwoche um und des Wochenende is da. Für mich beginnt des ja bekanntermaßen am Donnerstag Abend. Also was macht man dann am Donnerstag Abend? Genau, man geht aus, was man in Puebla wirklich bestens kann. Hier reiht sich eine Bar neben der anderen, und einige gute "antros" (=Nachtclubs) gibts auch hier. Des ganze kostet normalerweise so um die 50 Pesos Eintritt (ca. 3,50€). Nachdem ich mich ja noch nicht wirklich auskenn hier, hab ich den anderen vertraut und wir sind ins "Sukho" gegangen, laut allen hier im Wohnheim wohnenden einer der besten Nachtclubs in Puebla. Und des is wirklich nicht schlecht da. Allerdings muss ma sich, wenn ma Pech hat, am Eingang rumstreiten, dass man eine Karte bekommt, die einem 150 Pesos Rabatt bringt. Ansonsten würde der Eintritt nämlich 200 Pesos kosten, was dann doch eher viel is. Und irgendwie verteilen die die Karten nach belieben an manche und an manche nicht. Naja, letztenendes hat dann jeder von uns eine gehabt. Stellt sich die Frage, was der Mexikaner an sich so macht in einem Nachtclub. Grundsätzlich unterscheidet er sich da nicht wesentlich vom Priener, er bestellt nämlich normalerweise 1 Flasche Bacardi oder Wodka o.ä. Des kostet dann jeden so ca. 8-9 Euro (des Sukho is allerdings einer der teuersten Nachtclubs) , dafür is ma damit auch gut bedient. Wie dann so ein Abend verläuft, kann sich ja eh jeder vorstelln. Irgendwann schwingt ma sich dann mal auf die Tanzfläche und irgendwann geht ma dann mal heimwärts, bleibt allerdings noch bei einem Burgerstand hängen, bei dem man sich dann um 3 Uhr in der Nacht noch einen Hamburger für 1,30 € gönnt (schmecken aber wirklich ausgezeichnet). So viel zum Donnerstag. Am Freitag hab ich nix besonderes gemacht, musste mal meine ganzen Migrationsformulare ausfüllen, 1000 Sachen unterschreiben, Fotos machen lassen usw., damit die in Mexiko dann auch mal zufrieden sind. So ein Tag vergeht dann recht schnell und am Abend fragt man sich dann wieder, was man so macht. Da kam dann der Vorschlag von a paar Mädels hier im Wohnheim, die am Do nicht weg warn, dass wir doch eigentlich den Abschied vom Matthias (ein Deutscher, der des letzte Semester hier war und heute wieder heimgeflogen ist) ordentlich feiern müssten. Also wurden alle mobilisiert und wir sind erneut ins Sukho gestartet, der Abend is dann ungefähr genauso verlaufen wie der letzte. Also ihr sehts schon, langweilig wird mir hier sicherlich nicht. Heute musste ich dann um 8 aufstehn, da wir heute den offiziellen Willkommenstag hatten. Wir sind dann mim Bus in einen Park gefahren, was eine Mischung aus Zoo und Freizeitanlage is. Ham dann dort paar Spielchen gespielt und gegessen, eigentlich nix besonderes, war aber ganz lustig. Des Essen war wirklich gut, hatten ungefähr 10 typisch mexikanische Gerichte (u.a. Mole Poblano =Hünchen mit Schokosoße, eine ganz bekannte Spezialität aus Puebla, an die man sich aber glaub ich erst noch gewöhnen muss) zur Auswahl, die man selbstverständlich mit Tortillas ißt. Der Mexikaner an sich ißt ja wirklich alles mit Tortillas. Schmeckt aber auch wirklich super. So, jetzt bin ich seit 2 Stunden wieder daheim und wir sind grad am überlegen, was wir heut Abend machen. mal schaun, ich meld mich demnächst wieder. Martin January 17 Die Uni fängt anDes war ja mal a interessanter erster Unitag heute. Also des System bei denen funzt a bissal anders als hier bei uns. Hier is nix mit einer Klausur am Ende vom Semester, hier gibts jeden Monat eine, dazu noch jede Woche Aufgaben (zumindest in manchen Fächern) und am Ende noch eine finale Klausur. Und des Bild vom faulen, tequilatrinkenden, ponchotragenden Mexikaner könnts gleich mal vergessen. Hier wird bei jeder Vorlesung eine "Zuspätkommzeit" von maximal 5 Minuten geduldet, danach lassen die Lektoren keinen mehr rein und die Stunde gilt als nicht anwesend, wenns zwei Einheiten sind dann hat man eben 2 gefehlt. Des selbe gilt, wenn man früher gehen muss, gerechtfertigt oder nicht. Wenns nur eine Minute is --> gefehlt. Insgesamt kann man aber ca. 16 Einheiten fehlen, is dann nicht ganz so schlimm. Also da is der Kufsteiner Lektor an sich schon etwas liberaler. Ich glaub ja die Mexikaner wollen von ihrem Image wegkommen. Also mehr als 4 Fächer brauch ich hier nicht belegen, da bin ich nämlich so schon auf Spanisch genug beschäftigt. Naja, überarbeiten werd ich mich schon auch nicht. Aber es is wahrscheinlich mehr zu tun als in Kufstein, wohl aber auch deswegen, weils auf Spanisch is. Ein Fach hab ich schon gewechselt, von "Teoría de Relaciones Internacionales" auf "Estúdios de Africa y Medio Oriente". Grund: Des wär so viel zum lesen gewesen, größtenteils alte Texte von Philosophen usw. Des is mir dann auf Spanisch doch a bissl zu anstrengend. Muss ja nicht sein. Der andere Kurs is jetzt auf Englisch. Schadet ja auch nicht und is a bissl einfacher für mich. Der Lektor is ein Deutscher, der auch schon in Kufstein unterrichtet hat, so klein is die Welt. Interessant is es auf jeden Fall. Der Campus is echt schön und Leute, die einem bei Verständnisschwierigkeiten während dem Unterricht helfen, findet man auch schnell. In "Coordinación de Eventos especiales" müssen wir als finale Klausur in Gruppen ein Event organisieren, des wird in unserer Gruppe ein Workshop Namens "Espectáculos de bebidas". Was es alles genau wird, weiß ich auch noch nicht so wirklich. Also man kommt hier wirklich schnell rein. Jetzt schau ma mal wies mir an der Uni so geht. Aber ich denk des wird schon. Mein Spanisch verbesser ich auf jeden Fall von Tag zu Tag hier, man muss einfach die ganze zeit Spanisch reden, oder Englisch. Deutsch is wie gesagt nicht so angesagt. Hasta luego Martin January 15 Es kehrt Leben einHola! Wird mal wieder Zeit, dass ihr was neues erfahrt. Inzwischen is der Spanischkurs ja schon zu Ende und die Uni hat heute schon angefangen (allerdings nicht für mich Am Freitag hab ich mich dann gleich mal mit meinem Zimmerkollegen und noch zwei anderen ins Nachtleben von Puebla gestürzt, muss sagen hier is einiges los, und nachdem ich ja auch nicht so viel Unterricht hab, könnt des ganz lustig werden hier. Also der Mexikaner an sich trinkt und singt und tanzt recht gern. Also war wirklich lustig, um 3 warn wir dann daheim und ich musste am nächsten Tag wieder um 8 aufstehen, da wir día de orientación hatten. Der war eigentlich ziemlich langweilig, außer dass ich jetzt 3 Formulare mehr hab, die ich ausfüllen muss. Was die alles wissen wollen... Ich muss doch zum Beispiel tatsächlich angeben, ob meine Nase konkav, konvex oder gerade ist. Wen zum Teufel geht des was an und wofür brauchen die des? Naja, Bürokratie in Mexiko. Ein Teil der Orientación war auch der Kulturschock. Da hat uns einer 1 Stunde was über Probleme usw erzählt, wenn man in ein anderes Land kommt. Also ich find des alles nicht so dramatisch hier, es is wirklich leicht sich hier einzugewöhnen. Allerdings haben wir hier auch a paar nationale Austauschstudenten, des heißt die kommen aus Mexiko (find ich irgendwie schon komisch an sich). Und die haben irgendwie mehr Probleme sich an ein Leben weg von daheim zu gewöhnen. Die haben erzählt und erzählt und erzählt wie schwierig es war jetzt für 6 Monate das Zuhause zu verlassen. Also der Mexikaner an sich hat eine sehr enge Beziehung zu seiner Familie (und Familie heißt Großfamilie, inkl. Tanten, Onkel, Nichten, Cousins und alles was dazu gehört) und daher scheint es für den schon sehr schwierig zu sein, ein "Auslandssemester" im eigenen Land zu machen. Naja, jedem das seine. Ansonsten muss ich sagen taugts mir hier ziemlich. Die Leute sind alle extrem nett und helfen einem bei allem. Das Wetter is auch nach wie vor genial. Essen is auch super und vor allem wahnsinnig billig. Es lässt sich schon gut leben hier. Morgen gehts dann für mich auch los, und zwar schon um 7 in der früh. Jaja, auch der Mexikaner steht manchmal früh auf. Naja, ich werds verkraften. Bin schon gspannt wies so wird. Fußball werd ich hier auch spielen und heut schau ich mir mal einen Tanzkurs an. Bailes de Latinoamerika. Wenns mir taugt, werd ich des wahrscheinlich auch machen. So, des wars derweil mal, werd mich dann demnächst wieder rührn, wenns was aus der Uni zu erzählen gibt. Besos Martin January 12 CholulaSo, da bin ich also mal wieder. Heute is mein Zimmerkollege angekommen. Mitten in der Nacht, oder besser gesagt schon in der Früh. Um 5 Uhr stand er im Zimmer. ich hab erstmal gar nix gecheckt was da los is. Naja, hab mich dann heut Vormittag mal a bissl mit ihm unterhalten. is a netter Kerl, wird sicher ganz lustig mit dem. Nach unserem Spanischkurs heute Vormittag warn wir dann am Nachmittag in Cholula, ca. 9 km weg von Puebla. Des is ein "kleines Städtchen" mit ca. 150000 Einwohnern und ca. 200! Kirchen, unter anderem steht da die erste Kirche, die von den Spaniern in Mexiko erbaut wurde. Die eigentliche Hauptattraktion in Cholula is aber eine Pyramide, die flächenmäßig die größte der Welt ist. Eigentlich sinds mehrere Pyramiden, die jeweils von den verschiedenen Völkern, die Cholula besiedelten, übereinander gebaut wurden. Inzwischen is zwar fast alles überwachsen, ein Teil wurde aber freigelegt und ist zu besichtigen. Is schon beeindruckend. Ansonsten is Cholula a nettes Örtchen,einfach a bissal ruhiger als Puebla. Fotos werd ich sobalds geht auch noch hochladen, nur hab ich da im Moment irgendwie Probleme, der braucht immer ewig für 1 Foto zum hochladen. Naja, wird schon noch werden. Am Dienstag gehts dann los mit Uni. Eigentlich schon am Montag, aber ich hab ja Montags und Freitags frei. jaja, so lässts sich leben. Essen is übrigens billig hier, wahnsinn. Wir ham heut in Cholula ein komplettes 3 Gänge Menü, typisch mexikanische Gerichte, für 45 Pesos gegessen, des sind ca. 3,20 Eutschn. Des ganze nennt sich Comida corrida und des gibts hier überall. is immer a ganzes Menü und immer um den Preis rum. Nicht schlecht, oder? Falls es wieder neues gibt, werd ich mich wieder melden. Martin January 09 Curso de espanolSo, es gibt wieder was zu erzählen. Heute hat also mein einwöchiger Spanischkurs angefangen. Is eigentlich ganz lustig. Wir sind nur zu zweit, eine Französin (Alsoise) und ich. Am Vormittag, so ab 9 ham wir zwei Stunden Unterricht, dann Kaffeepause, dann nochmal a Stunde Unterricht und dann folgen am Nachmittag noch Ausflüge. Dadurch, dass wir nur zu zweit sind, lernt ma da echt einiges. Am Nachmittag warn wir dann im Centro histórico von Puebla (mal wieder) und ham uns da a paar Sachen angschaut, diesmal aber auch von innen. Muss sagen, die Stadt fasziniert mich wirklich, selten eine so schöne gesehn. Fotos gibts natürlich auch noch. Und um eine Erfahrung reicher bin ich jetzt auch. Nachdem wir mim Auto ins Zentrum gefahren sind und unser mexikanischer Begleiter gefahren is, weiß ich jetzt auch, dass Mexikaner keine geübten Autofahrer sind (ich verallgemeiner des jetzt mal). Der hat doch glatt fast 10 min zum einparken gebraucht. In der Zeit hätten wir die Strecke eigentlich auch zu Fuß latschen können. Naja, man kann ja nicht alles haben. Ansonsten is es hier weiterhin schön, langsam füllt sich auch die Gegend um die Uni, es geht halt dann doch nächste Woche los. Inzwischen ist auch meine Nachbarin im Wohnheim angekommen, bin also nicht mehr ganz so allein hier. Na dann Hasta luego! January 06 Endlich in Puebla!Hola a todos! Nachdem ich jetzt eine Woche in Mexico City war, bin ich heute Nachmittag endlich in Puebla angekommen. Mexico City ist eigentlich eine ganz schöne Stadt - hat zumindest ihre schönen Seiten - aber einfach nur riesig. Die Stadt hat einfach kein Ende. Gewohnt hab ich dort ja erstmal bei einer Bekanten von einer Tante von mir. Bin dann von dort aus paar mal mim Taxi ins Zentrum (Centro histórico) gefahren und hab mir des a bissal angeschaut. Wie gesagt, die Stadt hat schon was zu bieten. Ich werd auch noch a paar Fotos hochladen, dann könnts euch selber a Bild davon machen. Heute bin ich dann Mittags mim Bus nach Puebla gefahren, is ca. 2 Stunden weg. Wurde dann gleich vom Busbahnhof abgeholt und zum Wohnheim gebracht. Hier hock ich nun in meinem Zimmer, des ich mir mit einem Mexikaner (Ivan) teile. Der kommt allerdings erst am Montag. Wer ma dann schon sehn. Des Wohnheim is ordentlich eingerichtet, auch wenn es von außen nicht wirklich so ausschaut. Hab hier auf jeden Fall alles, was ich zum Leben brauch. Ich bin derweil der erste, der hier angekommen is, kenn also von den restlichen Leuten hier im Wohnheim noch keinen, aber des wird sich am WE ändern. Naja, soweit so gut. Wenns wieder interessante Neuigkeiten gibt, werd ich mich wieder melden. Hasta luego! |
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